Der Kryptomarkt startet stark ins neue Jahr, doch Memecoins stehlen die Show. Innerhalb weniger Tage machen Münzen wie Pepe (PEPE) und Bonk (BONK) monatelange Verluste wett. Warum sind diese Münzen plötzlich so beliebt?

Milliardenzuwächse für Memecoins

In der ersten Woche des Jahres stieg die Gesamtmarktkapitalisierung von Memecoins um über 23 Prozent auf 47,7 Milliarden Dollar. Das ist ein deutlicher Anstieg nach dem Tiefstand von rund 35 Milliarden Dollar Ende Dezember. Auch das Handelsvolumen explodierte und stieg innerhalb weniger Tage von 2,17 Milliarden auf 8,7 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von fast 300 Prozent entspricht.

Pepe ist derzeit der Spitzenreiter. Die Frosch-Münze hat seit dem Jahreswechsel bereits mehr als 71 Prozent an Wert gewonnen. Bonk folgt mit einem Anstieg von fast 60 Prozent.

Dogecoin (DOGE) und Shiba Inu (SHIB), die beiden größten Memecoins auf dem Markt, haben jeweils 28 und 26 Prozent an Wert zugelegt.

Memecoins sind Kryptowährungen, die vor allem von Internetkultur und Sentiment beeinflusst werden und kaum auf fundamentalen Werten basieren. Genau deshalb reagieren sie häufig als erste, wenn Anleger wieder bereit sind, Risiken einzugehen. Dieses Muster scheint sich nun erneut zu zeigen.

„Anleger haben schlichtweg auf bessere Bedingungen gewartet, um ihr Kapital einzusetzen“, schreibt Satoshi Stacker auf dem Social-Media-Plattform X.

Memecoins sind nicht die einzigen, die wieder aufwärts streben. Für Bitcoin (BTC) war die letzte Woche sogar die beste seit Mitte Oktober. Der Ertrag fiel jedoch deutlich niedriger aus als bei den zuvor genannten: Die größte Kryptowährung stieg um etwas mehr als 4 Prozent.

Gestiegene Risikobereitschaft

Laut Derek Lim, Leiter der Forschung beim Kryptomarktmacher Caladan, spielen mehrere Makrofaktoren eine Rolle. „Ein anhaltender Zyklus von Zinssenkungen, Desinflation und neuer Zugang der USA zu strategischen Rohstoffen wie venezolanischem Öl können riskante Vermögenswerte unterstützen“, sagte er.

„Insgesamt betrachtet könnte dies ein Vorbote für eine Verschiebung hin zu einem riskanteren Anlagestil im Jahr 2026 sein.“

Lim warnt gleichzeitig vor übermäßigem Optimismus. „Ich zögere, dies als eine Marktverschiebung hin zu einem riskanteren Modus zu interpretieren“, erklärt er.

„Memecoin-Pumps können relativ einfach durch Faktoren wie geringe Liquidität und extrem niedrigen freien Umlauf verursacht werden. Daher muss dies nicht unbedingt größere Veränderungen im Markt-Momentum oder in der Haltung widerspiegeln.“

Memecoins sind nicht die einzigen, die wieder aufwärts streben. Für Bitcoin war die letzte Woche sogar die beste seit Mitte Oktober. Der Ertrag fiel jedoch deutlich niedriger aus als bei den zuvor genannten: Die größte Kryptowährung stieg um etwas mehr als 4 Prozent.

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