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Der Kryptomarkt hat in dieser Woche erneut deutlich an Boden verloren, besonders hart traf es dabei Memecoins. Laut Analysten zeigen die Kursbewegungen, dass Anleger risikoreiche Tokens meiden. Nun steht die Frage im Raum, ob es sich nur um einen kurzfristigen Rücksetzer handelt – oder um den Beginn einer länger anhaltenden Abkühlung.
Aus den Zahlen geht hervor, dass der Gesamtwert der Memecoins am Freitag auf 39,4 Milliarden Dollar fiel. Das sind gut 5 Milliarden Dollar weniger als noch einen Tag zuvor. Gleichzeitig legte das Handelsvolumen um 40 Prozent zu, was darauf hindeutet, dass viele Trader ausgestiegen sind. Der Rückgang liegt weit unter dem Hoch zu Beginn dieses Jahres: Am 5. Januar lag die gesamte Marktkapitalisierung der Memecoins noch bei 116,7 Milliarden Dollar.
Der Einbruch steht nicht für sich allein. Der breitere Kryptomarkt hat in den vergangenen Wochen ebenfalls kräftig nachgegeben. Der Gesamtwert aller Kryptowährungen sank von 3,77 Billionen Dollar am 1. November auf heute 2,88 Billionen Dollar. Damit sind innerhalb von drei Wochen fast 1 Billion Dollar an Wert verpufft. Ein Grund dafür ist, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember deutlich gesunken ist – was die Risikobereitschaft der Anleger zusätzlich belastet.
Auch die größten Kryptowährungen blicken auf eine schwache Woche zurück. Bitcoin (BTC) notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei rund 82.778 Dollar, ein Minus von 12,5 Prozent binnen sieben Tagen. Ether (ETH) verlor im gleichen Zeitraum 13,2 Prozent und steht bei 2.720 Dollar. Dieser Rückgang wirft Fragen nach der Stärke des Marktes auf – zumal viele kleinere Tokens noch tiefer ins Minus gerutscht sind.
Im Memecoin-Sektor lagen nahezu alle der zehn größten Tokens deutlich im roten Bereich. Dogecoin (DOGE) und Shiba Inu (SHIB) verzeichneten zweistellige Verluste, während Pepe und Floki noch stärker einbrachen. Die heftigsten Rückgänge trafen Bonk, PENGU und Dogwifhat, die jeweils rund 20 Prozent einbüßten.
Nicht nur Memecoins gerieten unter Druck. Auch der NFT-Markt verzeichnete einen scharfen Rückgang. Daten von Coingecko zeigen, dass der NFT-Markt heute auf 2,78 Milliarden Dollar absackte – ein Minus von 43 Prozent innerhalb eines Monats. Das ist das niedrigste Niveau seit April und gilt laut Marktbeobachtern als Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach digitaler Kunst weiter nachlässt.
Unter den größten NFT-Kollektionen konnten sich nur zwei behaupten. Infinex Patrons legte um gut 11 Prozent zu, während Autoglyphs nahezu unverändert blieb. Die mit Abstand größten Verlierer waren Hypurr, Moonbirds und CryptoPunks, die zwischen 27 und 41 Prozent verloren.
Ob dieser Rückgang nur vorübergehend ist, bleibt die entscheidende Frage. Der Markt scheint vorerst vor allem auf neues Vertrauen zu warten.
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