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US-amerikanische Bitcoin-ETFs verzeichnen den größten Abfluss seit ihrer Einführung. Institutionelle Investoren ziehen massiv Kapital aus dem Markt ab, was den Verkaufsdruck auf den BTC-Kurs erhöht. Doch laut Analysten steckt noch mehr dahinter.

Bitcoin-Kurs unter Druck durch massive ETF-Abflüsse

Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-Exchange-Traded Funds (ETFs) verzeichneten seit dem 11. Dezember einen Netto-Abfluss von 1,03 Milliarden Dollar. Allein am 24. Dezember zogen Anleger bereits 175 Millionen Dollar aus den Fonds ab.

An nur zwei Tagen, dem 12. und 17. Dezember, wurde ein Zufluss von 49,1 Millionen bzw. 457,3 Millionen Dollar registriert. An allen anderen Handelstagen floss Geld ab.

Da ETFs hauptsächlich von professionellen Akteuren genutzt werden, gehen Analysten davon aus, dass der Großteil dieser Kapitalströme von institutionellen Investoren stammt. Diese nutzen diese regulierten Börsenprodukte oft, um sich in Kryptowährungen zu positionieren, ohne die zugrunde liegenden Token selbst zu verwalten.

Auch Ethereum (ETH) ist betroffen. Die ETH-ETFs verzeichneten seit dem 11. Dezember nur an einem Tag (22. Dezember) einen leichten Zufluss. Insgesamt sind 770,3 Millionen Dollar aus den Ethereum-Fonds abgeflossen. Angesichts des relativ kleineren verwalteten Vermögens könnte die Auswirkung dort noch größer sein.

USA verlieren Kauflaune, Asien kauft zu

Gleichzeitig zeigt der sogenannte Coinbase Premium Index einen anhaltenden negativen Trend. Dieser Indikator misst den Preisunterschied zwischen BTC an der US-Börse Coinbase und internationalen Börsen wie Binance. Der Index steht seit Wochen im Minus. Das bedeutet, dass amerikanische Investoren im Durchschnitt weniger bereit sind, Bitcoin zu kaufen als Investoren anderswo auf der Welt.

Eine negative Prämie weist auf schwachen Kaufdruck aus den USA hin, was besorgniserregend ist. Historisch gesehen ist die US-amerikanische Nachfrage eine treibende Kraft hinter Kursanstiegen von BTC.

BTC-Erholung möglich nach diesem Abfluss

Dennoch gibt es Hoffnung, laut Analyst Gordon. Er sieht den jüngsten Abfluss als mögliches Zeichen für eine Erholung. Auf X teilt er ein Diagramm des gleitenden 30-Tage-Durchschnitts der ETF-Ströme. Darin sei laut ihm ein wiederkehrendes Muster erkennbar. „Das letzte Mal, als der Kapitalabfluss aus Bitcoin-ETFs so stark war, folgte eine deutliche Trendwende,“ stellt er fest.

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