Ein südkoreanischer Mann wurde wegen versuchten Mordes angeklagt, nachdem er angeblich versucht hatte, seinen Geschäftspartner mit einem landwirtschaftlichen Gift zu vergiften. Der Auslöser: ein Streit über einen Verlust von über 816.000 Dollar in Kryptowährungen. Der Mann soll das Pestizid Methomyl in den Kaffee seines Partners bei einem Treffen in einem Café gemischt haben.

Opfer nach vergiftetem Kaffee drei Tage bewusstlos

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Seoul fügte der Verdächtige im November das Gift während eines Geschäftstreffens dem Kaffee seines Partners zu. Kurz nach dem Trinken verlor das Opfer das Bewusstsein. Es wurde eilig ins Krankenhaus gebracht und kam drei Tage später wieder zu sich.

Der Verdächtige, ein Mann in den Dreißigern, wird wegen versuchten Mordes angeklagt. Der erste Gerichtstermin ist für den 10. März angesetzt.

Konflikt nach Verlust von 1,17 Milliarden Won

Die beiden Männer betrieben seit 2022 gemeinsam ein Investmentunternehmen, das sich auf Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen konzentrierte. Laut Anklage entstand ein schwerwiegender Konflikt, nachdem der Verdächtige mehr als 1,17 Milliarden koreanische Won, umgerechnet etwa 816.000 Dollar, verloren hatte. Dabei handelte es sich sowohl um Betriebskapital als auch um privat investiertes Geld.

Nach dem Verlust übernahm sein Geschäftspartner die finanzielle Kontrolle über das Unternehmen, was die Spannungen weiter verschärfte.

Das Opfer erklärte gegenüber Asia Business Daily, dass die Auswirkungen gewaltig waren. „Ich stand kurz vor der Hochzeit und meine Frau war schwanger. Meine Familie war fast vollständig zerstört,“ sagte er.

Südkoreas Kryptomarkt wächst rasant

Der Fall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem der Kryptomarkt in Südkorea stark gewachsen ist. Die Zahl der Nutzer von Kryptobörsen überschritt im vergangenen Jahr die 16-Millionen-Marke, was mehr als 30 % der Bevölkerung entspricht. Seit der Wahl von Präsident Lee Jae-myung wurden mehrere Gesetze eingeführt, die dem Sektor mehr Klarheit verschaffen, darunter auch Regelungen zu Stablecoins.

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