Ilya Lichtenstein, das Mastermind hinter einem der größten Bitcoin-Diebstähle der Geschichte, wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt wegen Geldwäsche der Erlöse aus dem Bitfinex-Hack im Jahr 2016.
Das Urteil folgt auf das Schuldbekenntnis von Lichtenstein und seiner Frau Heather Morgan im vergangenen Jahr, in dem sie zugaben, die gestohlenen BTC verborgen zu haben. Morgan ist auch bekannt als die Rapperin „Razzlekhan.“
Bitfinex-Hack: Einer der größten Diebstähle aller Zeiten
Der Bitfinex-Hack führte zum Diebstahl von 119.754 BTC, die damals einen Wert von 71 Millionen US-Dollar hatten. Mit dem aktuellen Bitcoin-Kurs beläuft sich dieser Betrag auf astronomische 17,5 Milliarden US-Dollar. Lichtenstein nutzte ausgeklügelte Hackmethoden, um Zugang zum Netzwerk der Börse zu erhalten, und transferierte die gestohlenen Coins in eine von ihm verwaltete Krypto-Wallet.
Verfeinerte Geldwäschemethoden
Um die Herkunft der gestohlenen BTC zu verschleiern, nutzten Lichtenstein und Morgan komplexe Geldwäschemethoden. Sie richteten Konten unter falschen Identitäten ein und bewegten kleine Beträge über Kryptowährungsbörsen und Dark-Web-Marktplätze. Außerdem wurden die gestohlenen Gelder in andere Vermögenswerte wie Non-Fungible Tokens (NFTs), Gold und Geschenkgutscheine umgewandelt. Insgesamt führte Lichtenstein mehr als 2.000 Transaktionen durch, um die Coins schrittweise auf seine Wallet zu transferieren.
Strafmilderung durch Kooperation
Ursprünglich drohte Lichtenstein eine Haftstrafe von 20 Jahren. Diese wurde jedoch auf fünf Jahre reduziert, dank seiner wertvollen Zusammenarbeit bei anderen laufenden Ermittlungen. Heather Morgan, deren Urteil für den 18. November erwartet wird, könnte mit einer Strafe von 18 Monaten rechnen.
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