Ein Kryptoinvestor hat kürzlich 51 Millionen Euro an Kryptowährung durch einen Phishing-Angriff verloren. Der Angriff führte zum Diebstahl der Stablecoins des Investors.
Über 55 Millionen DAI gestohlen
Am 20. August unterzeichnete der Besitzer der Krypto-Wallet eine Transaktion, die das Eigentum von 55,47 Millionen DAI, einer beliebten Stablecoin, im dezentralen Finanzprotokoll (DeFi) Maker änderte. Durch diese Unterzeichnung erhielt eine Phishing-Adresse die Kontrolle über die Stablecoins.
Nachdem der Besitzer seinen Fehler erkannte, versuchte er, das Geld auf eine neue Adresse zu übertragen. Dies scheiterte jedoch, da das Eigentum bereits auf die Angreifer übertragen worden war.
Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Lookonchain haben die Angreifer das Eigentum an der Kryptowährung auf eine neue Adresse übertragen und die Gelder anschließend abgehoben. Dabei haben sie 27,5 Millionen DAI in 10.625 Ethereum umgetauscht.
Lookonchain warnte die Benutzer davor, niemals unbekannte Transaktionen zu unterzeichnen und immer sorgfältig zu prüfen, bevor sie eine Unterschrift leisten.
Phishing-Angriffe kommen häufig vor
Phishing-Angriffe sind eine gängige Methode, um Opfer zu täuschen und sie dazu zu bringen, bösartige Transaktionen zu unterzeichnen oder Software zu installieren, um Krypto-Assets zu stehlen. Böswillige Akteure versuchen auf diese Weise, Zugang zu privaten Schlüsseln oder persönlichen Daten zu erhalten oder die Kontrolle über digitale Wallets zu übernehmen.
In der ersten Hälfte des Jahres 2024 haben Phishing-Angriffe weltweit zu Verlusten von fast 455 Millionen Euro geführt. Am 3. Juli meldete das Blockchain-Sicherheitsunternehmen CertiK, dass fast 455 Millionen Euro durch Phishing-Angriffe in der Kryptowelt verloren gingen. CertiKs Mitbegründer, Ronghu Gu, betonte die Bedeutung von Multifaktor-Authentifizierungsmethoden wie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und Sicherheitsschlüsseln.
Untersuchungen aus Australien zu Phishing-bedingten Verlusten
Darüber hinaus gab die australische Bundespolizei am 4. August bekannt, dass sie Phishing-bedingte Verluste untersucht, bei denen 2.000 digitale Wallets von australischen Eigentümern betroffen waren. Diese Untersuchung folgt auf eine Operation des Analyseunternehmens Chainalysis, die aufdeckte, dass australische Wallets durch „Approval Phishing“-Taktiken missbraucht wurden.
Tim Stainton, Chefinspektor der australischen Bundespolizei, erklärte, dass die während der Operation gesammelten Informationen ein neues Licht auf die Taktiken werfen, die von Cyberkriminellen verwendet werden.
Am 19. August kündigte die Australian Securities and Investments Commission (ASIC) an, dass sie seit Juli 2023 mehr als 5.530 gefälschte Investitionsplattformen, 1.065 Phishing-Links und 615 Fälle von Krypto-Betrug entfernt hat.
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Sicherheitslücke gefährdet Tausende Krypto-Wallets
Tausende Krypto-Wallets könnten wegen einer Sicherheitslücke bei der Erstellung sogenannter Seed-Phrases für Diebstahl anfällig sein.
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