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Der Bitcoin-Kurs hat in dieser Woche die Marke von 90.000 Dollar verloren. Inzwischen hat sich die Digitalwährung etwas erholt und notiert über 92.500 Dollar. Gestern bekam Bitcoin Rückenwind von Nvidia, das seine Quartalszahlen für das dritte Quartal 2025 vorlegte und alle Erwartungen übertraf.
Nach Handelsschluss am Donnerstag war Nvidia an der Reihe, seine Quartalszahlen zu präsentieren. Die fielen extrem stark aus, die Aktie des Chipgiganten schoss um 5 Prozent nach oben.

Der Gewinn je Aktie lag bei 1,30 Dollar, während Analysten mit 1,25 Dollar gerechnet hatten. Auch der Umsatz lag mit 57,01 Milliarden Dollar über den Erwartungen von 54,92 Milliarden Dollar.

Für das kommende Quartal rechnet Nvidia mit einem Umsatz von 65 Milliarden Dollar, während Experten 61,66 Milliarden Dollar erwarten. Der Nettogewinn stieg um 65 Prozent auf 31,91 Millionen Dollar.
Dass Nvidia weiter gut abschneidet, sorgt auch bei Bitcoin für Rückenwind. Nvidia steht sinnbildlich für die KI-Revolution, und solange man daran glaubt, werden Unternehmen und Privatpersonen weiterhin Hunderte Milliarden bis Billionen Dollar in die Technologie investieren.
Das schafft Vertrauen, höheres Wirtschaftswachstum und eine größere Risikobereitschaft unter Anlegern. Genau das sind die Bedingungen, die Bitcoin braucht, um einen längeren Bullenmarkt zu tragen. Insofern sollten Bitcoiner hoffen, dass das KI-Narrativ so lange wie möglich intakt bleibt.
Zuletzt haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen – Verfügbarkeit und Preis von Krediten – deutlich verschlechtert. In der Grafik unten sehen wir, wie die Volatilität am Anleihemarkt deutlich anzieht (MOVE, 1. Panel), aber auch die Volatilitätserwartungen für den S&P 500 (VIX, 2. Panel) und die Kreditspreads (3. Panel).
Diese Indikatoren sind allesamt gestiegen. Mehr Volatilität und höhere Kreditspreads bedeuten schlicht, dass das Vertrauen der Anleger sinkt. Auslöser waren unter anderem die straffe Zinssitzung der US-Notenbank, aber auch das bröckelnde Vertrauen in die KI-Revolution.

Eine Sorge können wir vorerst streichen, nämlich die um das Vertrauen in die KI-Revolution. Dank Nvidia ist es gut möglich, dass diese Indikatoren wieder nach unten drehen und wir eine Phase bekommen, in der der Markt etwas durchatmen kann.
Wenn dann auch noch die US-Notenbank umschwenkt und am 10. Dezember doch eine Zinssenkung beschließt, könnte der Bitcoin-Kurs bald ganz anders dastehen.

Vorerst ist die Wahrscheinlichkeit dafür allerdings gering. Derzeit sieht der Futures-Markt nur noch eine Chance von 32,8 Prozent auf eine Zinssenkung im Dezember.
In gewisser Hinsicht ist das auch ein gutes Signal, weil es zeigt, dass die US-Wirtschaft in guter Verfassung ist und keine Zinssenkungen braucht, um stabil zu bleiben. Eine gesunde US-Wirtschaft ist nämlich fundamental für die Fortsetzung des Bitcoin-Bullenmarkts.
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