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Der Bitcoin-Kurs sucht weiterhin nach Unterstützung in einer kritischen Phase des Marktzyklus. Es muss den Bullen gelingen, Bitcoin wieder stabil über die 93.000-Dollar-Marke zu bringen. Nur dann können Anleger auf einen längeren Bullenmarkt hoffen. Gestern schien Bitcoin durch eine unerwartete Abkühlung der Inflation in den Vereinigten Staaten Unterstützung zu finden.
Für die US-Notenbank ist die Zinspolitik stets ein Balanceakt zwischen der Gesundheit des Arbeitsmarktes und der Entwicklung der Inflation. In der letzten Zeit schienen beide Faktoren noch erhebliche Probleme darzustellen, was den Spielraum für Zinssenkungen begrenzte.
Gestern jedoch erhielten wir den CPI-Bericht für November, der nun neue Perspektiven bietet. Im Durchschnitt der letzten drei Monate ist die Kerninflation im Jahresvergleich um 1,6 Prozent gestiegen. Damit liegt dieser wichtige Inflationsindikator sogar unter dem offiziellen Ziel von 2,0 Prozent.
Theoretisch ist das positiv, da die US-Notenbank dadurch zusätzlichen Spielraum für Zinssenkungen erhält, um einer weiteren Schwächung des Arbeitsmarktes entgegenzuwirken. Es könnte jedoch auch ein Warnsignal sein, dass die Wirtschaft bereits deutlich geschwächt ist.

Die Inflation ist schließlich eine beinahe direkte Folge des Konsums, und wenn dieser stark zurückgeht, ist das in der Regel kein positives Zeichen für die Wirtschaft. In dieser Hinsicht scheint die US-Notenbank immer mehr Gründe zu haben einzugreifen, was sich positiv auf Bitcoin auswirken könnte.
Ein weiteres positives Signal für Bitcoin ist die Stärke auf dem Markt für Edelmetalle. Gold, Silber und andere Edelmetalle zeigen weiterhin starke Leistungen. Während Silber bereits neue Allzeithochs verzeichnet hat, scheint auch Gold auf dem Weg zu neuen Rekorden in US-Dollar zu sein.
Es wird natürlich einen Punkt geben, an dem die Gewinne bei Edelmetallen ein Niveau erreichen, auf dem Anleger Risiken vom Tisch nehmen wollen. In diesen Momenten verkaufen sie und das Kapital muss (vorübergehend) eine andere Verwendung finden.
Bitcoin könnte dann ein attraktives Ziel sein, da es als digitale Version von Gold bekannt ist und in Bezug auf Renditen noch hinterherhinkt. Wenn Bitcoin von dieser Kapitalrotation profitieren kann, möglicherweise gegen Ende des ersten Quartals 2026, könnte das zur gewünschten Verlängerung des Bullenmarktes führen.
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