Der Bitcoin-Kurs stieg letzte Woche fast auf 98.000 Dollar und stieß dort auf einen Widerstand. Dieses Wochenende scheint nicht die Voraussetzungen zu bieten, die Bitcoin weiter nach oben treiben könnten.

Donald Trump kündigte neue Handelszölle für acht europäische Länder an, die Truppen nach Grönland entsandten, um das dänische Gebiet zu schützen. Infolgedessen fiel Bitcoin auf den aktuellen Kurs von 92.500 Dollar.

Trump erklärte zudem, dass die betreffenden Länder, zu denen auch die Niederlande gehören, „ein gefährliches Spiel spielen.“ Die amerikanische Technologiebörse sank aufgrund dieser Entwicklungen, und auch Bitcoin sieht sich erheblichem Widerstand gegenüber.

Warum fällt der Bitcoin-Kurs durch diese Maßnahmen?

Bitcoin wurde einst als eine Form von Geld konzipiert, die außerhalb des traditionellen Systems existiert. Eine Möglichkeit für Investoren, der Geldentwertung in nationalen Währungen zu entkommen. Nun reagiert Bitcoin jedoch ähnlich wie Aktien und andere Finanzanlagen.

Das liegt vor allem daran, wie Investoren derzeit Bitcoin betrachten. Bitcoin verhält sich deutlich wie eine Risikoinvestition, die gut abschneidet, wenn Investoren bereit sind, mehr Risiko einzugehen.

Obwohl insgesamt ein günstiges Risikoklima herrscht, sorgen solche Entwicklungen kurzfristig oft für Unsicherheit. Diese Unsicherheit spiegelt sich dann in fallenden Kursen an der Börse wider und übt somit auch Druck auf Bitcoin aus.

Vorerst scheint dies keine Entwicklung zu sein, die eine mögliche neue Phase starker Kursanstiege für Bitcoin unmöglich macht. Es ist jedoch wichtig, dass mittelfristig eine Lösung gefunden wird. Die von Trump angekündigten Zölle treten ab dem 1. Februar in Kraft, bis es eine Einigung über den „vollständigen und totalen Kauf“ Grönlands gibt, so Trump.

Falls bis zum 1. Juni keine Fortschritte erzielt werden, droht Trump sogar, die Zölle auf 25 Prozent zu erhöhen. In dieser Hinsicht stehen der Welt und den globalen Finanzmärkten wieder spannende Monate bevor.

Das Gesamtbild bleibt positiv für Bitcoin

Wenn wir jedoch herauszoomen und das Gesamtbild betrachten, bleibt alles weiterhin positiv für Bitcoin. Das makroökonomische Fundament unter dem Markt ist nach wie vor stark. So wurde kürzlich bekannt, dass die US-Wirtschaft im dritten Quartal 2025 um 4,3 Prozent gewachsen ist.

Quelle: Trading Economics

Das GDPNow-Modell der Atlanta Fed prognostiziert für das vierte Quartal 2025 sogar ein Wachstum von 5,3 Prozent. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer Rezession im Jahr 2026 sehr gering, da die US-Wirtschaft einfach sehr gesund ist.

Natürlich ist das makroökonomische Bild nicht perfekt, aber das muss es auch nicht sein, damit Bitcoin und andere Risikoinvestitionen stark abschneiden. Vorerst sind die Rahmenbedingungen für eine neue starke Phase gegeben. Nun muss der Bitcoin-Kurs einen Durchbruch erzwingen und einige wichtige Widerstände überwinden.

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