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Der Bitcoin-Kurs ist um über 3 Prozent gefallen nach der ersten Zinsentscheidung von Kevin Warsh als Vorsitzender der US-Notenbank. Daraus ging hervor, dass der Großteil der US-Notenbank weiterhin zu Zinserhöhungen tendiert. Das ist offenbar nicht das, was der Markt erwartet oder erhofft hatte.

Kevin Warsh nutzte seine erste Zinsentscheidung als Vorsitzender der US-Notenbank vor allem, um eine klare Botschaft zu senden. Die Fed hielt den Zinssatz bei 3,50 bis 3,75 Prozent, doch der Ton war deutlich schärfer als erwartet. Warsh machte klar, dass die neue Inflationswelle durch den Iran-Krieg nicht einfach ignoriert wird.
Besonders die Zinsprognosen fielen auf. Neun von achtzehn Fed-Direktoren rechnen mittlerweile mit einem höheren Zinssatz bis Ende 2026. Im März ging noch niemand von Zinserhöhungen aus. Damit hat sich das Bild komplett gewandelt. Von erwarteten Zinssenkungen zu einer möglichen Zinserhöhung im Oktober.

Die Marktreaktion war heftig. Die zweijährige US-Rendite stieg auf 4,22 Prozent, den höchsten Stand seit sechzehn Monaten, während der Dollar um fast 1 Prozent zulegte. Der S&P 500 verlor hingegen 1,2 Prozent. Anleger waren vor allem schockiert darüber, dass nicht nur Warsh, sondern die gesamte Fed deutlich härter klingt.
Damit beginnt die Ära Warsh anders als von vielen Anlegern erhofft. Trump ernannte ihn nach Kritik an Jerome Powell, der seiner Meinung nach zu wenig unternahm, um die Zinsen zu senken. Vorerst scheint Warsh jedoch vor allem seine Glaubwürdigkeit als Inflationsbekämpfer etablieren zu wollen. Darauf reagiert Bitcoin (BTC) also nicht positiv.
Außerdem unterzeichneten Donald Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian am Mittwoch digital eine Absichtserklärung, die zu einem dauerhaften Friedensabkommen zwischen den USA und Iran führen soll. Damit könnte der Krieg, der seit Ende Februar die Energiemärkte und geopolitischen Verhältnisse belastet, möglicherweise enden.
Die Erklärung umfasst vierzehn Punkte. Darin steht unter anderem, dass Israel seine militärischen Aktionen im Libanon sofort einstellen und Iran die Straße von Hormus mindestens sechzig Tage lang vollständig und ohne Zölle wieder öffnen muss. Letzteres ist wichtig, da vor dem Krieg etwa ein Fünftel des weltweiten Öls durch diese Meerenge transportiert wurde.
Ein schwieriger Punkt bleibt der Vorrat an hochangereichertem Uran im Iran. Die USA und Iran einigten sich darauf, eine Lösung dafür zu suchen, doch laut einem US-Beamten besteht keine direkte Notwendigkeit, das Material aus dem Iran zu entfernen. Das ist bemerkenswert, da Trump den Krieg mit dem Argument verteidigte, dass Iran erneut auf ein Atomwaffenprogramm zusteuere.
Politisch ist das Abkommen heikel. Republikanische Senatoren wie Bill Cassidy und Thom Tillis nennen es viel zu schwach und weisen auf die hohen Kosten des Krieges hin. Trump versuchte indessen, die Kritik auf seine Weise zu kontern. Wenn das Abkommen funktioniert, will er den Ruhm ernten. Wenn es scheitert, witzelte er, wird Vizepräsident JD Vance die Schuld bekommen.
Obwohl das Ende des Krieges grundsätzlich gute Nachrichten für Bitcoin sind, wird dies heute von den negativen Auswirkungen der ersten Zinsentscheidung von Warsh überschattet.
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