Krypto-Anleger haben in den vergangenen Wochen mit zittrigen Knien auf die Kurscharts geschaut. Wegen der heftigen Korrektur war die Stimmung so schlecht wie seit Jahren nicht mehr. Ganze achtzehn Tage lang herrschte „extreme Angst“, doch inzwischen hat sich die Lage endlich ein wenig aufgehellt.

November überrascht Krypto-Anleger

Der November gehört eigentlich zu den besten Monaten des Jahres für Bitcoin (BTC). Nun steuert die größte Kryptowährung jedoch auf ihren schwächsten November seit sieben Jahren zu – und das spiegelt sich deutlich im Fear-&-Greed-Index wider.

Was ist der Fear-&-Greed-Index?

Der Crypto Fear-&-Greed-Index ist ein beliebter Indikator, der widerspiegelt, wie Anleger den Kryptomarkt einschätzen. Die Skala reicht von 0 (extreme Angst) bis 100 (extreme Gier) und basiert auf Daten wie Kursschwankungen, Handelsvolumen und der Stimmung im Netz.

Mehr als zwei Wochen lang zeigte die Stimmungsanzeige auf „extreme Angst“. Das ist der niedrigste Wert – und die Bedeutung liegt auf der Hand: Viele Menschen haben in Panik ihre Coins verkauft, aus Sorge vor weiteren Kursverlusten.

Das Vertrauen in den Markt war vollständig verschwunden, kehrt nun aber langsam wieder zurück. Mit einem aktuellen Stand von 28 ist der Index inzwischen eine Stufe nach oben in die Kategorie „Angst“ gerückt.

Bei Werten von 24 oder weniger spricht man von extremer Angst. Am 15. und 16. November wurde mit einem Wert von 10 das Tief markiert. Der 15. November war zugleich der Tag, an dem der Bitcoin-Kurs mit 80.600 Dollar sein bisheriges Tief erreichte. Das waren 36 Prozent weniger als das Rekordhoch von 126.200 Dollar vom 6. Oktober.

BTC erholt sich um 15 %

Während die meisten Anleger aus Angst, etwas zu verpassen, dann kaufen, wenn die Kurse neue Rekorde markieren, haben sich Phasen extremer Angst in der Vergangenheit oft als die besten Kaufgelegenheiten erwiesen. Doch in solchen Momenten erkennen das nur wenige – die meisten sind vor allem damit beschäftigt, weitere Verluste zu vermeiden.

Seit dem Tiefpunkt in der vergangenen Woche hat sich Bitcoin bereits um mehr als 15 Prozent erholt. Gestern wurde erneut die Marke von 93.000 Dollar angetestet, doch der Kurs wurde dort deutlich abgewiesen.

Nun stellt sich die Frage, ob dies der Beginn einer größeren Erholung ist – oder ob Bitcoin doch noch tiefere Kurse ansteuert. Unter Analysten herrscht darüber weiterhin keine Einigkeit.

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