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In Malaysia sind zwölf Polizisten nach einer Razzia in einem Haus nahe Kuala Lumpur festgenommen worden. Die Festnahmen folgen auf eine Beschwerde einer Gruppe chinesischer Staatsbürger, die angibt, Opfer von Machtmissbrauch geworden zu sein. Ihren Angaben zufolge wurde eine Person gezwungen, Kryptowährungen zu transferieren.
Die malaysischen Behörden haben bestätigt, dass es sich um zwölf Beamte handelt, die mutmaßlich in die Erpressung von rund 200.000 Ringgit, umgerechnet etwa 43.500 Euro, verwickelt sind.
Der Einsatz fand in einem Bungalow im Bezirk Kajang, direkt außerhalb der Hauptstadt, statt. Die Polizei soll dort mehrere chinesische Staatsbürger angetroffen haben, deren Telefone und Laptops beschlagnahmt wurden. Laut offizieller Erklärung wurde eine Person gezwungen, ihre digitalen Vermögenswerte auf eine bestimmte Krypto-Adresse zu übertragen.
Der örtliche Polizeichef von Selangor, Shazeli Kahar, betonte die Ernsthaftigkeit des Falls. „Es wurden unverzüglich Maßnahmen ergriffen und zwölf Polizisten festgenommen, um die Ermittlungen zu unterstützen“, erklärte er. Er bestätigte, dass der Fall als Bandenraub behandelt wird, bei dem Kryptowährungen erbeutet wurden.
Die Festnahmen fallen mit einer umfassenderen Anti-Korruptions-Initiative innerhalb der malaysischen Regierung zusammen. Premierminister Anwar Ibrahim hat seit seinem Amtsantritt 2022 bereits mehrere hochrangige Beamte und Politiker wegen Machtmissbrauchs strafrechtlich verfolgt.
Auch der malaysische König, Sultan Ibrahim Iskandar, äußerte sich diese Woche deutlich. In einer scharfen Online-Botschaft warnte er: „Denkt nicht, ich weiß von nichts. Ich habe meine eigenen Informationen.“ Er machte klar, dass auch Polizei, Einwanderung, Zoll und selbst die Anti-Korruptions-Kommission (MACC) unter Beobachtung stehen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Malaysia mit kryptobezogenen Verbrechen konfrontiert ist. Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass illegales Bitcoin (BTC) Mining schätzungsweise über 1,1 Milliarden Dollar an Strom vom nationalen Energieversorger gestohlen hatte.
Seitdem setzt die Regierung Drohnen, tragbare Scanner und spezielle Einsatzteams ein, um Tausende versteckter Mining-Standorte aufzuspüren. Aufgrund der Schäden an der Infrastruktur und der Beteiligung krimineller Netzwerke wird mittlerweile sogar ein vollständiges Verbot aller Mining-Aktivitäten erwogen.
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