Bitcoin Futures sind Derivate, die das Recht bieten, Bitcoin zu einem vorab festgelegten Preis an einem zukünftigen Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen.
Was sind Bitcoin Futures?
Bei Bitcoin-Futures, einer Art Finanzkontrakt, vereinbaren zwei Parteien einen festen Preis für Bitcoin zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt. Diese Kontrakte werden an Börsen gehandelt, wo Anleger auf die künftige Kursentwicklung von Bitcoin spekulieren können. Durch den Abschluss eines solchen Kontrakts erhalten Anleger eine Preisexposition gegenüber Bitcoin, ohne die Kryptowährung tatsächlich besitzen zu müssen.
Wie funktionieren Bitcoin Futures?
Sie ermöglichen es Händlern, eine bestimmte Menge Bitcoin zu einem vorab festgelegten Preis an einem bestimmten zukünftigen Datum zu kaufen oder zu verkaufen.
Hier ist ein Beispiel, wie ein Bitcoin-Futures-Vertrag funktionieren könnte:
- Ein Händler geht davon aus, dass der Bitcoin-Kurs in Zukunft steigen wird.
- Er schließt einen Bitcoin-Futures-Kontrakt ab, um am 1. Januar 2024 einen Bitcoin zu einem Preis von 10.000 Euro zu kaufen.
- Der Kontrakt legt den 1. Januar 2024 als Abwicklungsdatum fest – also den Zeitpunkt, zu dem der Vertrag erfüllt und Bitcoin geliefert wird.
- Liegt der Bitcoin-Kurs am Abwicklungstag über 10.000 Euro, profitiert der Händler von der Differenz. Beträgt der Kurs beispielsweise 12.000 Euro, erzielt er einen Gewinn von 2.000 Euro (12.000 € − 10.000 €).
- Liegt der Kurs am Abwicklungstag unter 10.000 Euro, erleidet der Händler einen Verlust.
Es ist wichtig zu beachten, dass Futures-Verträge nicht dasselbe sind wie der Kauf und Verkauf von echten Bitcoins. Wenn ein Händler einen Futures-Vertrag abschließt, spekuliert er lediglich auf den zukünftigen Preis von Bitcoin und besitzt eigentlich keine Bitcoin, bis der Vertrag abgewickelt ist.
Wie werden Bitcoin-Futures reguliert?
Bitcoin-Futures werden von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reguliert. Die CFTC hat spezifische Regeln und Vorschriften, um die Integrität und Fairness des Futures-Marktes zu gewährleisten.
Wie werden die Abwicklungspreise von Bitcoin-Futures bestimmt?
Der Abwicklungspreis eines Bitcoin-Futures-Kontrakts richtet sich nach dem Bitcoin-Kurs zu einem festgelegten Zeitpunkt, dem sogenannten Abwicklungsdatum. In der Regel wird dieser Preis anhand eines börsenspezifischen Referenzkurses ermittelt – etwa der Bitcoin Reference Rate (BRR) oder dem Bitcoin Real-Time Index (BRTI).
Der BRR ist ein täglicher Referenzkurs für den Bitcoin-Preis in US-Dollar, der von der CME Group berechnet wird. Er basiert auf dem Durchschnittspreis von Bitcoin an mehreren Börsen über einen definierten Zeitraum.
Der BRTI ist ein Echtzeit-Referenzkurs für den Bitcoin-Preis in US-Dollar und wird ebenfalls von der CME Group berechnet. Er stützt sich auf Handelsdaten mehrerer Kryptobörsen und wird alle 15 Sekunden aktualisiert.
Welcher Referenzkurs herangezogen wird, hängt von der jeweiligen Börse und dem spezifischen Futures-Kontrakt ab. Der Abwicklungspreis legt fest, ob ein Händler mit seinem Kontrakt Gewinn oder Verlust gemacht hat. Er dient als Grundlage für die Abwicklung und Lieferung von Bitcoin an die berechtigte Partei.
Die Risiken von Bitcoin Futures
Wie alle Futures-Kontrakte sind auch Bitcoin-Futures mit Risiken verbunden. Folgende Aspekte sollten Anleger beim Handel berücksichtigen:
Volatilität: Der Bitcoin-Kurs kann stark schwanken, wodurch sich der Wert eines Futures-Kontrakts erheblich verändern kann. Starke Kursbewegungen können zu empfindlichen Verlusten führen.
Marktrisiko: Der Futures-Markt ist verschiedenen Marktrisiken ausgesetzt, darunter Verschiebungen bei Angebot und Nachfrage, regulatorische Änderungen und weitere Faktoren, die den Kontraktpreis beeinflussen können.
Kreditrisiko: Es besteht die Gefahr, dass eine Gegenpartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, was für die andere Partei zu finanziellen Verlusten führen kann.
Liquiditätsrisiko: In bestimmten Marktphasen kann es schwierig sein, einen geeigneten Käufer oder Verkäufer für einen bestimmten Futures-Kontrakt zu finden, was das Schließen einer Position oder die Realisierung von Gewinnen erschwert.
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