Bitcoin Futures sind Derivate, mit denen Trader einen festgelegten Preis für einen späteren Zeitpunkt zum Erwerb von Bitcoins vereinbaren.
Was sind Bitcoin Futures?
Bei Bitcoin-Futures legen zwei Parteien einen festen Preis für Bitcoin zu einem bestimmten künftigen Zeitpunkt fest. Diese Kontrakte werden an Börsen gehandelt, sodass Anleger auf die künftige Kursentwicklung von Bitcoin spekulieren können. Dadurch erhalten sie eine Kursbeteiligung an Bitcoin, ohne die Coins tatsächlich halten zu müssen.
Wie funktionieren Bitcoin Futures?
Trader können damit eine bestimmte Menge Bitcoin zu einem vorab festgelegten Preis an einem festgelegten künftigen Datum kaufen oder verkaufen. Ein Beispiel verdeutlicht die Funktionsweise:
Ein Trader geht zunächst davon aus, dass der Bitcoin-Kurs künftig steigt. Deshalb schließt er einen Bitcoin-Futures-Kontrakt ab, um am 1. Januar 2026 einen Bitcoin zu 10.000 Euro zu kaufen. Der Kontrakt fixiert den 1. Januar 2026 als Abwicklungstag, also den Zeitpunkt, an dem beide Parteien den Vertrag erfüllen.
Liegt der Bitcoin-Kurs am Abwicklungstag über 10.000 Euro, erzielt der Trader einen Gewinn. Beträgt der Kurs beispielsweise 12.000 Euro, erzielt er einen Gewinn von 2.000 Euro. Fällt der Kurs jedoch unter 10.000 Euro, macht er entsprechend Verlust.
Wichtig: Ein Futures-Kontrakt entspricht nicht dem direkten Kauf von Bitcoin. Der Trader spekuliert lediglich auf den künftigen Kurs und besitzt keine Coins, bis der Kontrakt ausläuft.
Regulierung von Bitcoin Futures
In den USA reguliert die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) den Handel mit Bitcoin-Futures. Die CFTC setzt Regeln durch, die die Integrität und Fairness des Futures-Marktes sichern sollen. In Europa kommen zusätzlich die Vorgaben von MiFID II sowie zunehmend die MiCA-Verordnung hinzu.
So entstehen die Abwicklungspreise
Der Abwicklungspreis richtet sich nach dem Bitcoin-Kurs zum festgelegten Abwicklungsdatum. In der Regel ermitteln Börsen diesen Preis anhand eines Referenzkurses, etwa der Bitcoin Reference Rate (BRR) oder des Bitcoin Real-Time Index (BRTI) der CME Group.
Die BRR ist ein täglicher Referenzkurs in US-Dollar, der auf dem Durchschnittspreis mehrerer Börsen über einen definierten Zeitraum beruht. Der BRTI wiederum liefert einen Echtzeitkurs, der alle 15 Sekunden aktualisiert wird und ebenfalls Handelsdaten mehrerer Kryptobörsen einbezieht. Welcher Referenzkurs zum Einsatz kommt, hängt von der jeweiligen Börse und dem Kontrakt ab.
Risiken beim Handel mit Bitcoin-Futures
Wie alle Derivate bergen auch Bitcoin-Futures erhebliche Risiken. Anleger sollten folgende Punkte berücksichtigen:
Zunächst gilt die Volatilität als zentrales Risiko: Der Bitcoin-Kurs schwankt stark, wodurch sich der Wert eines Kontrakts schnell verändert. Zudem bestehen allgemeine Marktrisiken durch Angebot und Nachfrage sowie durch regulatorische Änderungen. Außerdem besteht das Kreditrisiko, wenn eine Gegenpartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Schließlich kann das Liquiditätsrisiko das Schließen einer Position erschweren, wenn sich kein passender Handelspartner findet.
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