Zwei entscheidende Indikatoren für Bitcoin haben sich abgekühlt, und das könnte laut Reflexivity Research-Gründer Will Clemente äußerst bullisch für die digitale Währung sein. Es geht um die Funding Rate und den 3-Monats-Basiszinssatz auf Jahresbasis. ‚Es sieht so aus, als ob wir uns vor der nächsten Aufwärtsbewegung konsolidieren‘, sagt Clemente auf Twitter.
Bullisch für Bitcoin
Die Funding Rate von Bitcoin wird oft verwendet, um die allgemeine Stimmung der Händler zu messen. Grundsätzlich gibt die Funding Rate an, was es kostet, Positionen auf Bitcoin mit geliehenem Geld zu eröffnen.

Wenn viele Händler Long-Positionen auf Bitcoin eröffnen (womit sie auf steigende Kurse setzen), wird die Funding Rate positiv, was normalerweise ein Indikator dafür ist, dass das Vertrauen in Bitcoin zunimmt.
Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt die Funding Rate bei 0,0091%, während sie am 4. Mai noch bei -0,0050% lag.
‚Das klingt nach Ruhe vor dem Sturm‘, sagt der pseudonyme Analyst Crypto Empire ironisch. ‚Dass die Funding Rates so niedrig bleiben, während Bitcoin steigt, macht mich extrem bullisch‘, sagt auch der Pseudonym Mister Crypto.
Futures-Händler sind immer noch bärisch auf Bitcoin
Während die Funding Rates derzeit vorsichtig positiv sind, zeigt sich bei den Liquidationsdaten ein anderes Bild. Die meisten Futures-Händler sind immer noch bärisch und erwarten kurzfristig Kursrückgänge bei Bitcoin.
Ein Anstieg von 3,5% auf das Niveau von 65.000 Dollar würde 1,36 Milliarden Dollar an Short-Positionen liquidieren, während ein Rückgang von 3,5% auf 60.500 Dollar nur 650 Millionen Dollar an Long-Positionen kosten würde.

Inzwischen weisen einige Analysten auch darauf hin, dass der Jahresbasiszinssatz für Bitcoin auf den großen Börsen wie Binance, OKX und Deribit auf den oberen Bereich seiner neutralen Spanne von 5-10% gestiegen ist.
Der Jahresbasiszinssatz ist eine Möglichkeit, den Kostenunterschied zwischen einem Bitcoin-Futures-Kontrakt und dem Marktpreis von Bitcoin zu messen. Im Allgemeinen sind Prozentsätze über 10% bullisch.
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