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Der Konflikt im Nahen Osten belast den globalen Ölmarkt weiter. Höhere Preise, gestörte Logistik und Unsicherheiten in der Straße von Hormus könnten einem Land trotz aller Sanktionen zugutekommen: Russland.
Laut verschiedenen Analysen wird russisches Öl durch die Unruhen für große Abnehmer in Asien wieder attraktiver. Vor allem China und Indien spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Die Eskalation im Nahen Osten hält den Brent-Ölpreis auf hohem Niveau. In einigen Szenarien wird sogar ein Preis über 150 Dollar pro Barrel erwartet, falls sich die Lage weiter verschlechtert oder die Straße von Hormus länger blockiert bleibt.
Für Russland bedeutet das einen direkten Vorteil. Der Preis für die russische Ölsorte Urals ist inzwischen deutlich höher als zu Jahresbeginn, während der übliche Abschlag gegenüber Brent weitgehend verschwunden ist. Die starke Nachfrage aus Asien spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Insbesondere Indien hat seine Importe von russischem Öl kürzlich stark erhöht. Auch China bleibt ein großer Abnehmer russischer Energie, darunter sibirische und arktische Ölvarianten.
Analysen zufolge gehen inzwischen über 80 Prozent der russischen Ölexporte nach China und Indien. Damit ist es Russland trotz westlicher Sanktionen gelungen, seine Exporte weitgehend nach Asien zu verlagern.
Die Lieferungen erfolgen über alternative Routen, darunter die sogenannte Schattenflotte und längere Transportwege um Afrika. Auch Pipelines und nördliche Routen gewinnen in der russischen Exportstrategie an Bedeutung.
Die Schlussfolgerung ist, dass Moskau die aktuelle Unruhe nicht nur als Risiko, sondern auch als Chance betrachtet. Durch engere Zusammenarbeit innerhalb der OPEC+, die Stärkung alternativer Exportkorridore und eine bessere Absicherung von Preisrisiken versucht Russland, die Krise in einen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln.
Für den Weltmarkt sind das weniger gute Nachrichten. Höhere Ölpreise bedeuten mehr Inflationsdruck, größere Unsicherheit für Zentralbanken und zusätzliche Spannungen auf den Finanzmärkten. Während der Nahe Osten weiter destabilisiert wird, scheint Russland vorerst finanziell zu profitieren.
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