In den letzten Jahren war die Aufsicht über den Kryptobereich oft unklar und uneinheitlich. Das soll sich nach Ansicht zweier wichtiger US-Aufsichtsbehörden nun ändern. Sie kündigten heute an, dass die Organisationen miteinander Gespräche führen werden.

Harmonisierung muss verbessert werden

Die Welt der Kryptowährungen wächst seit einigen Jahren rasant. Regierungen haben erkannt, dass Ignorieren oder Kritik keine Wirkung gezeigt haben.

Seit der Amtszeit von Präsident Donald Trump bemühen sich die USA, die Industrie zu umarmen, um zum führenden Kryptoland der Welt zu werden.

Aus diesem Grund arbeiten Politiker seit langem an einer Krypto-Gesetzgebung, die vor allem Klarheit schaffen soll. Einer der wichtigsten Punkte ist, welche Behörde welche Aktivitäten überwachen soll.

Dafür sind in den USA die Securities and Exchange Commission (SEC) und die Commodities Futures Trading Commission (CFTC) zuständig.

Um die Krypto-Gesetzgebung voranzutreiben, haben sie angekündigt, sich in der kommenden Woche zu Gesprächen zu treffen. SEC-Vorsitzender Paul Atkins und der neue, krypto-freundliche Vorsitzende der CFTC, Michael Selig, werden am Dienstag die Harmonisierung zwischen den Behörden besprechen.

Man will sicherstellen, dass zukünftige Innovationen auf ihrem Territorium, nach US-Recht und im Interesse des Landes stattfinden. Laut den beiden Vorsitzenden leiden Marktteilnehmer seit langem unter den auferlegten Grenzen, die zudem für viele unklar sind.

CLARITY Act soll Klarheit schaffen

Derzeit steht der CLARITY Act im Mittelpunkt. Er regelt, welche Behörde worüber die Aufsicht hat und was Kryptounternehmen anbieten dürfen oder nicht. Politiker arbeiten intensiv daran, ein Gesetz zu schaffen, das möglichst alle zufriedenstellt.

Kryptounternehmen, Banken und wichtige Finanzexperten wurden einbezogen, um Input für dieses neue Gesetz zu geben. Die breite Unterstützung für den Vorschlag ist entscheidend, um ihn schnell in Kraft treten zu lassen. Doch die Gesetzgeber hatten immer wieder mit Verzögerungen zu kämpfen.

Kürzlich waren sie bereit, ihren Gesetzentwurf im US-Senat behandeln zu lassen. Doch es wurden zu viele Änderungen an einigen Teilen vorgenommen, sodass die Krypto-Börse Coinbase ihre Unterstützung zurückzog.

Als Beispiel nannten sie das Verbot, Investoren Renditen auf Stablecoins anzubieten, was die Kryptounternehmen stark einschränken würde.

Als Folge dieser Aussagen wurde die Behandlung erneut verschoben und die Gespräche wurden wieder aufgenommen. Ziel ist es, im Dialog mit den Beteiligten zu bleiben, um letztlich einen möglichst breit unterstützten Gesetzesvorschlag zu erreichen.

Während der kommenden Anhörungen können die Demokraten noch Änderungen vorschlagen, danach wird sich zeigen, ob eine Einigung erzielt werden kann.

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