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Die Kaimaninseln verzeichnen ein starkes Wachstum bei der Zahl der Web3- und DAO-Stiftungen, die sich dort ansiedeln. Immer mehr Blockchain-Projekte entscheiden sich für diese Jurisdiktion wegen der klaren Regulierung und des Schutzes, den sie digitalen Organisationen bietet.
Seit Ende 2024 ist die Zahl der Registrierungen deutlich gestiegen. Ende vergangenen Jahres waren dort bereits mehr als 1.300 Web3-Stiftungen eingetragen, und 2025 kamen schon über 400 neue hinzu. Diese Stiftungen dienen dazu, Web3-Ökosysteme zu verwalten, finanzielle Mittel zu halten und Rechtsgeschäfte abzuwickeln, ohne dass einzelne Teilnehmer haftbar gemacht werden.
Cayman Finance berichtet, dass mindestens 17 dieser Strukturen Schatzkammern von mehr als 100 Millionen Dollar verwalten. Damit sind die Kaimaninseln ein zentraler Standort für große Web3-Netzwerke.
Die Beliebtheit der Kaimaninseln wird auch durch die rechtliche Unsicherheit in den Vereinigten Staaten befeuert. 2024 entschied ein US-Gericht, dass eine DAO ohne klare Struktur so behandelt werden kann, als würden die Teilnehmer gemeinsam ein Unternehmen bilden. Das kann zu persönlicher Haftung führen.
Viele Web3-Communities suchen seitdem nach Jurisdiktionen, die einen eindeutigen rechtlichen Schutz bieten. Das Modell der Kaimaninseln mit eigener Rechtspersönlichkeit und Steuerneutralität passt besser zu den Bedürfnissen internationaler Blockchain-Projekte.
Staaten auf der ganzen Welt versuchen, Web3-Organisationen anzuziehen. Die USA formulieren zwar den Anspruch, eine globale Cryptohub zu werden, aber nur wenige Bundesstaaten erkennen DAO’s als eigenständige juristische Person an. Dadurch bleibt der Rechtsrahmen zersplittert.
Die Schweiz bleibt ein wichtiges Zentrum für Blockchain-Unternehmen. In der Crypto Valley-Region sind inzwischen mehr als 1.700 aktive Firmen ansässig, ein Anstieg von über 130 Prozent seit 2020. Dennoch entscheiden sich immer mehr Organisationen dafür, ihre rechtlichen Strukturen zu diversifizieren – wobei die Kaimaninseln eine zentrale Rolle spielen.
Das Wachstum auf den Kaimaninseln fällt mit der Einführung des Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) der OECD zusammen. Ab dem 1. Januar 2026 müssen Kryptodienstleister eine Kundenprüfung durchführen, Transaktionen überwachen und Meldungen an die lokale Aufsicht einreichen.
Nach Einschätzung von Rechtsexperten werden diese Vorgaben vor allem für Unternehmen gelten, die mit Crypto handeln, Wechselgeschäfte anbieten oder Verwahrdienste erbringen. Viele DAO-Stiftungen, die lediglich als Verwalter eines Ökosystems oder als Treasury-Vehikel fungieren, fallen vorerst nicht unter diese Berichtspflicht.
Trotz sich wandelnder internationaler Regulierung bleiben die Kaimaninseln eine attraktive Wahl für Web3-Organisationen. Die Kombination aus rechtlicher Klarheit, Steuerneutralität und Flexibilität macht die Inselgruppe zu einem wichtigen Knotenpunkt für die Entwicklung dezentraler Netzwerke und digitaler Ökosysteme.
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