Junge Amerikaner scheinen sich von traditionellen Anlageformen wie Aktien zu distanzieren und konzentrieren sich zunehmend auf alternative Vermögenswerte wie Kryptowährungen und Non-Fungible Tokens (NFTs). Dies geht aus den neuesten Daten der Policygenius Financial Planning Survey hervor, die vom 16. bis 19. Oktober durchgeführt und am 9. April veröffentlicht wurde.
Wahrscheinlich in alternative Vermögenswerte investieren
Die Umfrage, an der 4.063 erwachsene Amerikaner teilnahmen, zeigt, dass 20% der Gen Z-er (18-26 Jahre) und 22% der Millennials (27-42 Jahre) viel wahrscheinlicher in solche alternativen Vermögenswerte investieren werden als ältere Generationen wie die Generation X-er und die Babyboomer. Im Gegensatz dazu besitzen nur 18% der Gen Z-Befragten Aktien, was deutlich niedriger ist als die 28% bei der Generation X und 45% bei den Babyboomern.
Laut Myles Ma, einem Analysten bei Policygenius, unterstreicht dies eine Verschiebung in der Art und Weise, wie jüngere Generationen ihren Reichtum speichern, und möglicherweise eine größere Bereitschaft, Risiken mit ihren Finanzen einzugehen. „Dieser Trend kann nicht nur auf eine veränderte Risikobereitschaft hinweisen, sondern auch auf die Hindernisse, denen sich junge Menschen gegenübersehen, wie den angespannten Wohnungsmarkt“, so Ma.
Bemerkenswert ist auch, dass sich jüngere Generationen oft zuerst an soziale Medien für finanzielle Ratschläge wenden, wobei 9% der Gen Z und 8% der Millennials diese Plattformen als erste Informationsquelle nutzen. Dies steht im Gegensatz zu nur 3% der Generation X und 1% der Babyboomer.
„Etwas stolz“ auf finanzielle Managementfähigkeiten
Die Umfrage zeigt weiterhin, dass junge Investoren trotz der Herausforderungen der modernen Finanzlandschaft „etwas stolz“ auf ihre finanziellen Managementfähigkeiten sind. Dies unterstreicht ihren proaktiven Ansatz in Bezug auf finanzielle Unabhängigkeit und Bildung.
Frühere Studien bestätigen ebenfalls das wachsende Interesse jüngerer Generationen an digitalen Vermögenswerten. So enthüllte eine Studie von Bitget im April 2023, dass 46% der Millennials in großen Volkswirtschaften wie den USA, China und Deutschland Kryptowährungen besitzen. Eine weitere Studie von Charles Schwab zeigte, dass etwa die Hälfte der Gen Z und Millennials ihre Pensionsfonds teilweise in digitale Vermögenswerte investieren möchten, wobei ein erheblicher Prozentsatz bereits außerhalb traditioneller Pensionsfonds in Kryptowährungen investiert.
Diese Trends weisen auf eine wichtige Verschiebung in den Anlagestrategien jüngerer Generationen hin, die sich zunehmend dem Bereich der digitalen Währungen und anderer nicht-traditioneller Vermögenswerte zuwenden.
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