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JPMorgan schlägt Alarm wegen Strategy. Nach Einschätzung der Bank läuft das Unternehmen ernsthaft Gefahr, aus wichtigen US-Aktienindizes zu fliegen – ein Schritt, der Milliarden an Zwangsverkäufen auslösen und den Kurs weiter unter Druck setzen könnte.
Laut JPMorgan droht Strategy aus bedeutenden US-Aktienindizes herauszufallen, darunter der MSCI USA und der Nasdaq 100. Diese Benchmarks bilden die größten börsennotierten Unternehmen des Landes ab, weshalb eine Herausnahme weitreichende Folgen hätte.
Die Folgen eines Ausschlusses könnten enorm sein. Fonds, die diese Indizes nachbilden und zusammen nahezu neun Milliarden Dollar in Strategy investiert haben, müssten ihre Anteile dann zwangsweise verkaufen.
Schon ein Rauswurf aus dem MSCI USA allein würde Schätzungen zufolge Zwangsverkäufe im Volumen von 2,8 Milliarden Dollar auslösen. Sollten weitere Indexanbieter nachziehen, könnte sich der gesamte Verkaufsdruck auf rund 8,8 Milliarden Dollar summieren. MSCI will seine endgültige Entscheidung am 15. Januar 2026 bekanntgeben.
Je näher der Stichtag rückt, desto größer wird die Nervosität. In sozialen Netzwerken warnt Analyst Charles Edwards, dass der Aktie eine Welle von Zwangsverkäufen bevorsteht – just in dem Moment, in dem die Marktkapitalisierung des Unternehmens deutlich geschrumpft ist.
Die Aktie gerät stark unter Druck. Seit dem Allzeithoch von knapp 456 Dollar im vergangenen Juli ist der Kurs um mehr als 61 Prozent auf rund 177 Dollar gefallen. Seit Jahresbeginn liegt das Papier bereits 41 Prozent im Minus.
Trotz des Kursrutsches liegt Strategy noch immer im Plus. Das Unternehmen hält 649.870 BTC, gekauft zu einem durchschnittlichen Preis von 74.433 Dollar pro Stück, so Daten von SaylorTracker. Dennoch schmilzt der Buchgewinn rapide dahin. Aktuell beträgt er nur noch rund 5,3 Milliarden Dollar. Bei einem Bitcoin-Kurs von etwa 82.200 Dollar würde bereits ein Rückgang von nur 9,5 Prozent reichen, um diesen Gewinn vollständig auszulöschen.
Michael Saylor, wohl der größte Bitcoin-Maximalist der Welt, bleibt unbeeindruckt. Seiner Ansicht nach besteht kein Grund zur Sorge, Strategy könne sogar einen Bitcoin-Crash von 90 Prozent überstehen. Das sei der „extrem robusten“ Finanzstruktur des Unternehmens zu verdanken, so Saylor.
Zugleich betont er, dass die Volatilität von Bitcoin abnehme, je professioneller der Markt werde. Einen Crash in dieser Größenordnung hält er daher für äußerst unwahrscheinlich.
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