Der Bitcoin (BTC) Kurs erreichte im August noch ein neues Rekordhoch, scheint aber seitdem Schwierigkeiten zu haben, weiter zu steigen. Für viele Anleger stellt sich die Frage: Ist das das Ende des Bullenmarktes? Ein beliebter Trader behauptet ja und sagt, dass Anleger nur noch 30 Tage Zeit haben, um Gewinne zu realisieren.

‘Der Bullenmarkt ist 100 Prozent vorbei’

Laut Krypto-Analyst Philakone ist der aktuelle Aufwärtstrend fast am Ende. Er stützt sich auf historische Muster nach früheren Bitcoin Halvings. 2017 dauerte der Bullenmarkt 545 Tage nach dem Halving, 2021 waren es 525 Tage. Jetzt sind es 506 Tage seit dem letzten Halving. Der Kurs hat mehrere Rekordhöhen erreicht, was laut ihm bedeutet, dass der Höhepunkt bereits erreicht wurde.

Philakone erwartet, dass das aktuelle Momentum maximal noch 30 Tage anhält, woraufhin eine Korrektur folgt. „Es ist Zeit, Gewinne zu realisieren,“ sagt er auf X. „Dieser Bullenmarkt ist 100 Prozent vorbei.“

Ist es diesmal anders?

Dennoch gibt es Anzeichen dafür, dass der vierjährige Zyklus von Bitcoin gestört ist. Zunächst gab es einen beispiellosen Zustrom von institutionellem Kapital in den letzten Jahren. Dies geschah unter anderem über die amerikanischen Spot Exchange-Traded Funds (ETFs), die seit ihrer Einführung im Januar 2024 es Unternehmen leichter machen, in Bitcoin und neuerdings auch in Ethereum (ETH) zu investieren.

Darüber hinaus hat die Anzahl der öffentlichen BTC-Inhaber ebenfalls stark zugenommen. Diese Unternehmen besitzen mittlerweile zusammen mehr als 1 Million Bitcoin, was über 5,1 Prozent des aktuellen umlaufenden Angebots ausmacht. Diese Konzentration des Besitzes macht Kursbewegungen weniger abhängig von privaten Anlegern und sorgt gleichzeitig für mehr Stabilität.

Große institutionelle Parteien haben in der Regel eine Langzeitvision und kaufen gerade bei Kursrückgängen. Das steht im starken Kontrast zu vielen privaten Anlegern, die sich schneller von Emotionen leiten lassen und dazu neigen, bei starken Rückgängen zu verkaufen – was wiederum einen negativen Dominoeffekt auslösen kann.

Darüber hinaus ist es unter privaten Anlegern immer noch auffallend still. Gerade diese Gruppe ist dafür bekannt, in kurzer Zeit für erhebliche Kurssteigerungen zu sorgen, oft angefacht durch Hype.

Noch kein Altseason

Zudem hat es bisher noch keine echte Altseason gegeben. Einerseits könnte das darauf hindeuten, dass der Bullenmarkt noch nicht vorbei ist. In früheren Zyklen sahen wir nämlich regelmäßig, dass Kapital nach dem Höhepunkt von Bitcoin und Ethereum zu kleineren Altcoins floss, bevor der endgültige Bärenmarkt einsetzte.

Vorsichtige Signale deuten darauf hin, dass eine neue Altcoin-Verrücktheit bevorsteht. Der Altcoin Season Index, der misst, wie viele Altcoins besser als Bitcoin abschneiden, steigt auf Niveaus, die historisch gesehen auf eine breitere Rotation im Markt hindeuten. Einige Analysten sprechen daher nicht vom Ende des Bullenmarktes. Im Gegenteil, sie erwarten gerade eine große Altcoin-Rally zwischen Oktober und März.

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