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Vor ein paar Jahren reichte es, ein einfaches Whitepaper zu veröffentlichen, um Millionen von Dollar für ein Blockchain-Spiel einzusammeln. Heutzutage sieht das laut Jeffrey Zirlin, Mitbegründer von Sky Mavis, ganz anders aus. Investoren werfen nicht mehr blind Geld auf sogenannte „Axie Infinity-Killer“, die ihre Versprechen nicht einhalten.
Es steht immer weniger Kapital für Studios zur Verfügung, die Blockchain-Spiele entwickeln wollen. Investoren sind wählerischer geworden und springen nicht mehr unüberlegt auf jeden Hype auf.
Im Februar beschrieb Gunzilla Games-Direktor Theodore Agranat die Situation als ein „Stühlerücken“, bei dem dasselbe Kapital durch verschiedene Projekte fließt, ohne dass neues Geld hinzukommt. Zudem würden Nutzer von Projekt zu Projekt wechseln, um den Wert aus jedem herauszuziehen.
Ebenfalls im Februar kündigte das Web3-Spiel Illuvium an, 40 % seiner Mitarbeiter entlassen zu müssen, was zeigt, dass Unternehmen in dieser Branche äußerst sparsam wirtschaften müssen. Auch Sky Mavis entließ im Oktober 2024 21 % seiner Belegschaft, um die Finanzen unter Kontrolle zu halten.
Trotz dieser Entwicklungen behaupten Branchenexperten, dass weiterhin Kapital vorhanden ist. Aber gut, sie müssen natürlich noch irgendwie Zuversicht ausstrahlen.
Laut Sky Mavis-Mitbegründer Zirlin steckt Web3-Gaming nicht in einer tiefen Krise, sondern erlebt lediglich eine Phase mit begrenzterem Kapital – ein Problem, das die gesamte Krypto-Industrie betrifft und nicht nur diesen Sektor.
Dennoch gibt es Ausnahmen. Zirlin verweist beispielsweise auf Fableborn, ein mobiles Web3-Spiel, das 16.000 % mehr Kapital einnahm, als ursprünglich geplant war.
„Es ist nicht so, dass die Investitionen vollständig versiegen. Vielmehr investieren Anleger nicht mehr blind in Projekte, wie es bei den sogenannten ‚Axie-Killern‘ der Fall war, die am Ende die Erwartungen nicht erfüllen konnten“, so Zirlin.
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