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Der Krieg zwischen Iran und den Vereinigten Staaten setzt der Wirtschaft des Landes stark zu. Während Iran die Straße von Hormus als geopolitisches Druckmittel nutzt, gerät das Land selbst zunehmend in Isolation. Sanktionen, Bombardierungen und ein eingebrochener Handel führen zu einer Wirtschaftskrise, die laut Experten noch Jahre andauern könnte.
Die iranische Wirtschaft befand sich bereits in einer schwierigen Lage, doch der Krieg hat die Situation drastisch verschlimmert. Die Inflation stieg bereits im vergangenen Jahr auf über fünfzig Prozent und hat inzwischen die Siebzig-Prozent-Marke erreicht. Die Lebensmittelpreise sind völlig außer Kontrolle geraten. Grundnahrungsmittel wie Brot und Öl haben sich innerhalb kurzer Zeit mehr als verdoppelt.
Die nationale Währung, der Rial, ist praktisch zusammengebrochen. Bereits zuvor waren deutliche Wertverluste zu beobachten, nun ist der Kurs auf extrem niedrige Niveaus gegenüber dem Dollar gefallen. Die Zentralbank versucht, den Schaden zu begrenzen, indem sie größere Banknoten in Umlauf bringt, doch das unterstreicht vor allem, wie gravierend die Inflation ist.
Gleichzeitig schrumpft die Wirtschaft drastisch. Der Internationale Währungsfonds erwartet für dieses Jahr einen Wirtschaftsrückgang von gut sechs Prozent. Die Schäden an der Infrastruktur belaufen sich auf Hunderte von Milliarden Dollar. Ölförderanlagen, Kraftwerke und Industriegebiete wurden durch amerikanische und israelische Angriffe schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Iran versucht, über die Straße von Hormus Druck auszuüben. Diese schmale Meerenge ist für den Welthandel von entscheidender Bedeutung. Vor dem Krieg flossen etwa zwanzig Prozent des gesamten weltweiten Öls und Gases über diese Route.
Durch die Blockade und Angriffe ist diese wichtige Handelsader weitgehend zum Erliegen gekommen. Das führt zu einem globalen Energieschock. Länder müssen nach alternativen Routen suchen, die teurer und ineffizienter sind.
Für Iran selbst wirkt dies wie ein zweischneidiges Schwert. Mehr als neunzig Prozent des eigenen Handels erfolgt über dieselbe Meerenge. Durch die Blockade verliert das Land einen großen Teil seiner Exporteinnahmen, vor allem aus Öl. Analysten erwarten, dass bis zu siebzig Prozent dieser Einnahmen wegfallen könnten.
Auch internationale Handelspartner ziehen sich zurück. Selbst Länder wie China und Russland zeigen wenig Bereitschaft, Iran aktiv zu unterstützen. Dadurch gerät das Land immer mehr in die Isolation.
Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hatten sich bereits seit Jahren zugespitzt. Der unmittelbare Auslöser für den aktuellen Krieg liegt in einer Kombination aus militärischen, politischen und strategischen Zielen.
Die Regierung von Donald Trump wollte den Einfluss Irans im Nahen Osten verringern. Iran unterstützt verschiedene bewaffnete Gruppen in der Region, darunter Hamas und Hisbollah, und wird von Washington als destabilisierender Faktor angesehen.
Darüber hinaus spielte das iranische Atomprogramm eine zentrale Rolle. Die Vereinigten Staaten befürchten, dass der Iran Atomwaffen entwickeln oder sein Raketenprogramm weiter ausbauen könnte. Durch die Ausübung militärischen Drucks versuchte Washington, diesen Prozess zu bremsen.
Auch die Sicherheit Israels spielt eine wichtige Rolle. Die USA betrachten den Iran als direkte Bedrohung für das Land und unterstützen daher Maßnahmen, die die militärische Schlagkraft des Irans und seiner Verbündeten schwächen.
Gleichzeitig spielt die allgemeine geopolitische Lage eine Rolle. Die USA wollen ihren Einfluss in der Region aufrechterhalten und verhindern, dass Länder wie China und Russland mehr Einfluss auf den Nahen Osten gewinnen. Energie und Handelswege, wie die Straße von Hormus, bleiben dabei wichtige Faktoren, auch wenn sie nicht alleiniger Auslöser des Konflikts sind.
Die Aussichten für Iran sind düster. Aufgrund der Kombination von Kriegsschäden, Sanktionen und wirtschaftlicher Isolation könnte es Jahre dauern, bis sich das Land erholt. Interne Schätzungen zufolge könnte der Wiederaufbau mehr als zehn Jahre in Anspruch nehmen.
Unterdessen verschlechtern sich die Lebensbedingungen rasant. Die Wirtschaft schrumpft, die Preise steigen und Grundversorgungen geraten unter Druck. Experten warnen vor einer humanitären Krise, wenn keine schnelle Lösung gefunden wird.
Selbst wenn ein Friedensabkommen erzielt wird, bleibt der Schaden beträchtlich. Die Wirtschaft muss dann wieder aufgebaut werden, während zugleich das Vertrauen der internationalen Partner erst wiederhergestellt werden muss.
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