US-amerikanische und europäische Behörden haben eine große kriminelle Cyberinfrastruktur zerschlagen. Es handelt sich um SocksEscort, einen Proxydienst, der von Kriminellen genutzt wurde, um ihre Identität bei digitalem Betrug, einschließlich Kryptowährungsdiebstahl, zu verschleiern.

Dies teilten das US-Justizministerium (DOJ) und Europol am Donnerstag mit. Die Aktion ist Teil einer internationalen Operation gegen Cyberkriminalität, an der mehrere Länder beteiligt waren.

Weltweites Netzwerk gehackter Geräte

Laut Forschern nutzte SocksEscort ein großes Netzwerk gehackter Geräte. Insgesamt sollen mindestens 369.000 Router und andere Internetgeräte in 163 Ländern infiziert worden sein.

Sobald diese Geräte übernommen waren, konnten Kriminelle sie als sogenannte Proxy-Server verwenden. Ein solcher Proxy fungiert als Zwischenstation im Internet und sorgt dafür, dass die echte IP-Adresse eines Nutzers verborgen bleibt. Dadurch wird es für Strafverfolgungsbehörden schwieriger, den Ursprung eines Cyberangriffs nachzuvollziehen.

Der Proxydienst soll seit 2020 aktiv gewesen sein und wurde für verschiedene Arten von Cyberkriminalität genutzt. Dazu gehören unter anderem Bankbetrug und die Übernahme von Kryptowährungskonten.

In einem der von den Anklägern beschriebenen Fälle verlor ein Opfer in New York etwa 1 Million Dollar in Kryptowährungen, nachdem Kriminelle Zugang zu seinem Konto erlangten.

Server offline und Millionen in Krypto eingefroren

Während der internationalen Operation haben Behörden mehrere Teile des Netzwerks lahmgelegt. Insgesamt wurden 34 Domainnamen beschlagnahmt und etwa zwei Dutzend Server in sieben Ländern offline genommen.

Darüber hinaus haben Strafverfolgungsbehörden etwa 3,5 Millionen Dollar in Kryptowährungen eingefroren, die mit der Operation in Verbindung gebracht werden.

Laut Europol konnten Nutzer über eine spezielle Bezahlplattform auf SocksEscort zugreifen. Dort konnten Kriminelle den Proxydienst anonym mit Kryptowährungen erwerben.

Forscher schätzen, dass die Plattform seit ihrer Gründung mindestens 5 Millionen Euro an Einnahmen generiert hat.

Internationale Zusammenarbeit gegen Cyberkriminalität

Laut Europol-Direktorin Catherine De Bolle spielen Proxydienste wie SocksEscort eine wichtige Rolle in der digitalen Infrastruktur von Cyberkriminellen.

Sie erklärt, dass solche Dienste Kriminellen helfen, Angriffe durchzuführen, illegale Inhalte zu verbreiten und der Strafverfolgung zu entgehen.

Laut De Bolle zeigt die Operation, wie wichtig internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität ist. Wenn Forscher weltweit Informationen teilen, kann die Infrastruktur hinter Cyberkriminalität besser aufgespürt und zerstört werden.

Strafverfolgungsbehörden aus mehreren Ländern beteiligt

An der Operation nahmen Strafverfolgungsbehörden aus Österreich, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Ungarn, Rumänien und den Vereinigten Staaten teil.

In den USA waren unter anderem das FBI-Büro in Sacramento, der Ermittlungsdienst des US-Verteidigungsministeriums und die Steuerfahndung der IRS an den Ermittlungen beteiligt.

Europol und Eurojust unterstützten die internationale Zusammenarbeit und halfen bei der Koordination der Operation.

Auch private Organisationen spielten eine Rolle. So lieferten Black Lotus Labs, die Bedrohungsanalyse-Abteilung des Telekommunikationsunternehmens Lumen Technologies, und die gemeinnützige Organisation Shadowserver Foundation wichtige technische Informationen während der Ermittlungen.

Malware zur Übernahme von Geräten eingesetzt

Laut der Cybersicherheitsseite The Hacker News nutzte SocksEscort Malware mit dem Namen AVrecon. Mit dieser Software konnten Router und andere Internetgeräte infiziert und aus der Ferne gesteuert werden.

Die Details zu dieser Malware wurden im Juli 2023 von Forschern von Black Lotus Labs veröffentlicht.

Die Zerschlagung von SocksEscort gilt als wichtiger Schritt im Kampf gegen Cyberkriminalität, da solche Proxynetze häufig dazu verwendet werden, Betrug, Hacks und andere digitale Verbrechen zu begehen.

Schon deine 15 XRP als Willkommensbonus beansprucht?

Bitvavo in Zusammenarbeit mit Newsbit bietet dir aktuell 15 XRP als Geschenk. Die Aktion ist nur für kurze Zeit gültig.

Eröffne ein Konto und zahle mindestens 30€ ein, um den Bonus zu erhalten.

👉 Konto eröffnen und 15 XRP gratis erhalten

Über 1,5 Millionen Nutzer vertrauen bereits auf Bitvavo.

15 XRP sichern Sie werden weitergeleitet zu
Ghana testet Krypto-Handel mit 11 Unternehmen in neuem Experiment

Ghana testet Krypto-Handel mit 11 Unternehmen in neuem Experiment

Ghana testet Krypto-Handel mit 11 Unternehmen in neuem Experiment
Sechs große EU-Länder fordern stärkere europäische Finanzmarktaufsicht
US-Richter blockiert Anklage gegen Fed-Chef Powell: Justizministerium legt Berufung ein
Mehr Regulierung news

Meist gelesen

Ripple-CEO: Geduldige XRP-Investoren könnten in fünf Jahren gut dastehen
Dieses Modell sagte jeden Bitcoin-Tiefpunkt korrekt voraus: Das sagt es jetzt
Analysten prognostizieren XRP-Kurs bis 31. März – 15 XRP kostenlos für Deutsche
Newsbit
Im Store anzeigen
Siehe