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Immer mehr junge Krypto-Anleger nutzen künstliche Intelligenz, um Anlageentscheidungen zu treffen. Eine neue Untersuchung der Kryptobörse CEX.IO zeigt: Sieben von zehn US-amerikanischen Gen-Z-Anlegern beziehen ihre Informationen über Krypto vor allem aus KI-Chatbots wie ChatGPT oder aus sozialen Medien. Auffällig ist, dass ihre Motivation nicht in erster Linie vom Hype geprägt ist. Stattdessen wollen sie schneller finanziell unabhängig werden.
Für die Untersuchung befragte CEX.IO 1.200 Amerikaner zwischen 18 und 27 Jahren, die in Krypto investieren. 41 Prozent der Befragten geben an, dass soziale Medien und Online-Communitys ihre wichtigste Informationsquelle sind. Weitere 29 Prozent verlassen sich vor allem auf KI-Chatbots wie ChatGPT oder Claude.
Zusammengenommen bedeutet das: Rund siebzig Prozent der jungen Krypto-Anleger informieren sich vor allem über digitale Plattformen statt über traditionelle Finanzberater oder Nachrichtenmedien.
Nach Angaben von CEX.IO wächst die Gen Z zudem schneller als jede andere Altersgruppe am Kryptomarkt. Die Zahl der aktiven Nutzer zwischen 18 und 25 Jahren stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 88 Prozent. Das Handelsvolumen an den Spotmärkten legte sogar um 144 Prozent zu.
Dass KI an Bedeutung gewinnt, passt zu breiteren Entwicklungen im Finanzsektor. Frühere Studien von Wells Fargo und TD Bank zeigten ebenfalls, dass die Gen Z häufiger KI für Finanzberatung nutzt als ältere Generationen.
Die Untersuchung zeigt auch, warum sich junge Anleger von Krypto angezogen fühlen. Für 39 Prozent ist Krypto vor allem ein Weg, schneller Vermögen aufzubauen als mit klassischen Sparkonten oder Anlagen. Weitere 28 Prozent sehen digitale Vermögenswerte als Teil eines diversifizierten Anlageportfolios.
Auffällig ist, dass nur sechs Prozent angeben, zu investieren, weil Influencer oder bekannte Personen in sozialen Medien dies ebenfalls tun. Obwohl soziale Medien also eine wichtige Informationsquelle sind, scheinen sie für die eigentliche Anlageentscheidung deutlich weniger ausschlaggebend zu sein.
Zudem sagen 54 Prozent, sie seien eher bereit, Risiken einzugehen, weil sie das Gefühl hätten, finanziell hinter dem Stand zurückzuliegen, den sie in ihrem Alter erreichen wollten. Weitere 27 Prozent finden, dass Krypto schlicht in ein gut diversifiziertes Portfolio gehört.
Auch der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit spielt eine große Rolle. Obwohl viele Befragte noch finanzielle Unterstützung von ihren Eltern erhalten, sagen 41 Prozent, sie wollten am liebsten vollständig auf eigenen Beinen stehen.
Als die Teilnehmer zwischen finanzieller Sicherheit mit Hilfe der Familie und vollständiger Eigenständigkeit bei größeren finanziellen Herausforderungen wählen sollten, entschieden sich 39 Prozent für die zweite Option. Weitere 26 Prozent sehen elterliche Unterstützung nur als Übergangslösung.
Dieselbe Ambition zeigt sich in ihren Erwartungen an Krypto. 44 Prozent erwarten, dass Krypto in den kommenden fünf Jahren zu den wichtigsten Wegen des Vermögensaufbaus zählt. Weitere 46 Prozent gehen davon aus, dass digitale Vermögenswerte zumindest einen spürbaren Beitrag zu ihrer finanziellen Zukunft leisten werden.
Die Ergebnisse zeichnen damit ein anderes Bild als das Klischee junger Anleger, die ausschließlich von Hypes mitgerissen werden. Für viele Gen-Z-Investoren sind KI und soziale Medien vor allem Werkzeuge, um Wissen aufzubauen. Das eigentliche Ziel ist jedoch klar: schneller Vermögen bilden und finanziell unabhängig werden.
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