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Illegale Kryptotransaktionen explodierten 2025 auf ein Rekordniveau von 154 Milliarden Dollar. Staaten wie Russland und Iran bauen gezielt digitale Infrastrukturen auf, um internationale Sanktionen zu umgehen, wie neue Untersuchungen von Chainalysis zeigen. Das kriminelle Ökosystem wächst, wird internationaler und zunehmend professioneller.
Laut dem neuen Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis flossen 2025 etwa 154 Milliarden Dollar an Kryptotransaktionen an Adressen, die mit illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen. Dies stellt einen bemerkenswerten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr dar.
Diese Summe markiert ein Rekordniveau und liegt über 160 Prozent höher als 2024. Sie weist auf eine starke Zunahme krimineller Aktivitäten innerhalb des Kryptosektors hin.
Der starke Anstieg ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Länder zunehmend Krypto nutzen, um Sanktionen zu umgehen. Russland, Iran, Nordkorea und Venezuela setzen digitale Währungen ein, um trotz internationaler Beschränkungen international Geld zu bewegen.
Länder sind nicht länger passive Akteure in der illegalen Kryptowelt. 2025 bauten einige Staaten sogar vollständige On-Chain-Infrastrukturen auf, um Sanktionen zu umgehen und finanzielle Transaktionen außerhalb des regulären Finanzsystems zu ermöglichen.
Russland führte im Februar 2025 den A7A5-Token ein, eine an den Rubel gekoppelte Stablecoin, die in weniger als einem Jahr Transaktionen im Wert von über 93 Milliarden Dollar abwickelte. Dieser Token war ein wichtiges Instrument für Transaktionen, die aufgrund von Sanktionen nicht über traditionelle Kanäle abgewickelt werden können.
Auch Nordkorea spielte eine sichtbare Rolle. Hacker, die dem Regime zugerechnet werden, erbeuteten 2025 mehr als 2 Milliarden Dollar an digitalen Vermögenswerten durch fortschrittliche Cyberangriffe, darunter den größten Hack in der Kryptogeschichte auf einer bekannten Plattform.
Die berüchtigte nordkoreanische Hackergruppe Lazarus entwendete in einem Angriff 1,46 Milliarden Dollar von Bybit. Laut Chainalysis war der Angriff auf Bybit der größte digitale Diebstahl in der Geschichte des Kryptosektors.
Eine auffällige Verschiebung ist die dominante Rolle von Stablecoins innerhalb des illegalen Krypto-Ökosystems. Stablecoins machen mittlerweile 84 Prozent aller kriminellen Kryptotransaktionen aus.
Chainalysis warnt zudem vor der Professionalisierung des kriminellen Ökosystems. Es gibt inzwischen vollständige ‚Laundering-as-a-Service‘-Netzwerke, die eingerichtet wurden, um Geldwäsche, Hacks, Cyberangriffe und sogar Terrorismusfinanzierung über Krypto effizient zu erleichtern.
Trotz der enormen absoluten Summe bleibt der Anteil illegaler Kryptoaktivitäten im Vergleich zum gesamten Kryptovolumen gering. Chainalysis schätzt, dass der Anteil unter 1 Prozent aller Kryptotransaktionen bleibt.
Die Entwicklung zeigt, dass Krypto-Kriminalität nicht nur wächst, sondern auch intelligenter, internationaler und enger mit der Geopolitik verwoben wird.
Doch nicht nur Staaten nutzen Krypto, auch normale Nutzer bleiben anfällig für individuelle Hacker. So verlor jemand während eines Hotelaufenthalts 5.000 Dollar durch einen geschickten Angriff.
Der Hacker nutzte offenes Hotel-WLAN aus, fing ein Gespräch ab und brachte das Opfer dazu, unbemerkt eine digitale Zustimmung zu erteilen.
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