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Die Harvard University, eine der bekanntesten und prestigeträchtigsten Universitäten der Welt, hat ihr Engagement in Bitcoin (BTC) in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Damit ist die Digitalwährung nun die größte Börsenposition in Harvards US-Portfolio, noch vor Tech-Giganten wie Microsoft und Amazon.
Die Harvard University hat ihre Position im iShares Bitcoin Trust (IBIT) im dritten Quartal um 257 Prozent erhöht. Das geht aus einer offiziellen 13F-Meldung bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hervor. Die Universität hält nun 6,8 Millionen Anteile an dem Fonds.
Am 30. September, als Bitcoin bei rund 114.000 US-Dollar notierte, war Harvards IBIT-Position noch 443 Millionen US-Dollar wert. Auffällig ist, dass die ETFs zuletzt starke Abflüsse verzeichneten, einhergehend mit einem Rückgang des BTC-Kurses auf 94.500 US-Dollar zum Zeitpunkt des Schreibens. Damit sind Harvards Bestände derzeit rund 364 Millionen US-Dollar wert.
In den drei jüngsten Handelstagen flossen satte 1,6 Milliarden US-Dollar aus den Fonds. IBIT, der populärste Bitcoin-Fonds, verzeichnete dabei mit insgesamt 757 Millionen US-Dollar die größten Abflüsse.
Trotz des Rückgangs bleibt IBIT nach wie vor Harvards größte öffentlich gemeldete Investition in den Vereinigten Staaten. Die Position in dem Fonds entspricht 21 Prozent von Harvards US-Aktienportfolio. Damit steht sie noch vor Schwergewichten wie Microsoft und Amazon. Gemessen am Gesamtvermögen von 57 Milliarden US-Dollar sind das allerdings nur rund 0,6 Prozent.
Bemerkenswert ist, dass eine konservative Institution wie Harvard derart große Schritte in den Kryptomarkt macht. ETF-Analyst Eric Balchunas nennt Harvards Schritt eine seltene Bestätigung des institutionellen Interesses an Bitcoin-ETFs. „Es ist extrem selten, dass ein Universitätsfonds wie Harvard in einen ETF investiert“, schreibt er auf X. Laut Balchunas sei eine Investition von nahezu einer halben Milliarde „die bestmögliche Validierung“ für einen ETF.
Harvard könnte auf seine Bitcoin-Anlage möglicherweise noch größere Verluste erleiden. BTC ist Analysten zufolge aus einem aufwärts gerichteten Trendkanal nach unten ausgebrochen. Der Kurs könnte laut Analyst Ali Martinez sogar in Richtung 83.500 US-Dollar fallen, was einem weiteren Rückgang von fast 12 Prozent entspräche. Für Harvard hieße das, dass der Wert seiner Bestände um weitere rund 40 Millionen US-Dollar sinken könnte.
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