Groß Investoren, oft als das „Smart Money“ bezeichnet, haben in jüngster Zeit Bitcoins im Wert von Milliarden gekauft. Kleinere Anleger hingegen sind den entgegengesetzten Weg gegangen und haben ihre Coins massenhaft verkauft. Laut den Forschern von Santiment sind dies die „optimalen Bedingungen für einen Krypto-Ausbruch“.

Fast 3 Milliarden Euro in Bitcoin

Gestern berichtete das Analyseunternehmen auf der Social-Media-Plattform X, dass die sogenannten Bitcoin-Wale und Haie zwischen dem 10. und 19. Januar Coins im Wert von 3,21 Milliarden Dollar zugekauft haben. Umgerechnet entspricht das einem Betrag von 2,74 Milliarden Euro.

Haie sind Wallet-Adressen mit 10 bis 100 BTC und Wale sind Wallet-Adressen mit 100 bis 10.000 BTC. Beide gehören zu den Investoren mit den tiefsten Geldbeuteln.

„Optimale Bedingungen für einen Krypto-Ausbruch entstehen, wenn Smart Money akkumuliert und Retail-Anleger verkaufen. Abgesehen von geopolitischen Faktoren führt dieses Schema oft zu einer langfristigen bullischen Divergenz“, hieß es.

Retail-Anleger verlassen den Markt

Am anderen Ende des Spektrums stehen die kleinsten Anleger. Wallets mit weniger als 0,01 BTC verkauften im selben Zeitraum insgesamt 132 Bitcoin, was etwa 10 Millionen Euro entspricht.

Diese Bewegung entspricht den Beobachtungen anderer Analysten. Der CEO von CryptoQuant, Ki Young Ju, erklärte bereits letzte Woche, dass „Retail-Anleger den Bitcoin-Markt verlassen haben, während Wale kaufen“.

Dennoch ist das Interesse an Bitcoin keineswegs verschwunden. Santiment beobachtet vielmehr eine starke Zunahme an Diskussionen in sozialen Medien, bei denen Bitcoin zunehmend mit Gold und Silber verglichen wird. Diese Edelmetalle verzeichnen derzeit aufgrund der steigenden geopolitischen Spannungen Rekordwerte.

BTC-Kurs unter Druck wegen Donald Trump

Es ist nicht das erste Mal, dass Bitcoin unter der harten Kurses des US-Präsidenten Donald Trump leidet. Er plant, Grönland in die Vereinigten Staaten zu integrieren, was die Spannungen mit Europa erheblich verschärft hat. Die Europäische Union stellt sich hinter Dänemark, zu dem Grönland derzeit gehört.

Gestern wurde Trump gefragt, wie weit er bereit zu gehen ist, um Grönland zu erwerben. Seine aussagekräftige Antwort: „Das werden Sie noch merken.“

Auch der japanische Anleihemarkt spielt eine Rolle. Die Zinsen steigen rasant, was weltweit für Panik unter den Anlegern sorgt.

Der Bitcoin-Kurs erlebte gestern seinen schlechtesten Tag seit zwei Monaten mit einem Preisrückgang von fast 5 Prozent. „Objektiv betrachtet, ist es schwierig, auf Basis dieser Kursbewegung begeistert von Bitcoin zu sein“, kommentierte Analyst Will Clemente.

Dennoch scheint das Smart Money die Chance zu nutzen, um weiter zu investieren.

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