Der US-Vermögensverwalter Grayscale hat am 24. November den ersten Spot-ETF für Dogecoin (DOGE) aufgelegt. Obwohl erwartet wurde, dass das neue Anlageprodukt großes Interesse wecken würde, blieb das Handelsaufkommen am ersten Tag überraschend gering. Dennoch legte der Kurs von Dogecoin zu.
DOGE-ETF startet verhalten an der Börse
Der GDOG-Fonds von Grayscale wurde an der NYSE Arca gelistet und bietet Anlegern direkten Zugang zu Dogecoin (DOGE), ohne dass sie selbst eine Wallet verwalten müssen. Der Fonds hält Dogecoin physisch und bildet den aktuellen Marktpreis ab. Coinbase Custody fungiert als Verwahrer, BNY ist für die Verwaltung zuständig. In den ersten drei Monaten – oder solange das verwaltete Vermögen unter 1 Milliarde Dollar bleibt – fallen keine Gebühren an. Danach wird eine Verwaltungsgebühr von 0,35 Prozent erhoben.
Zahlen von SoSoValue zeigen, dass das Handelsvolumen am ersten Tag lediglich 1,41 Millionen Dollar betrug. Das liegt deutlich unter den 10 bis 12 Millionen Dollar, mit denen Bloomberg-Analyst Eric Balchunas gerechnet hatte. Der Fonds startete mit 11,1 Millionen DOGE, verteilt auf 94.700 Anteile. Das entspricht 117,58 DOGE pro Anteil.
Dogecoin-Kurs steigt trotz niedriger Volumen
Auffällig ist, dass der verhaltene Start des ETF den Dogecoin-Kurs nicht belastet hat. Die Kryptowährung stieg am Montag um rund sechs Prozent auf ein Hoch von 0,153 Dollar. Inzwischen ist der Kurs leicht auf 0,149 Dollar zurückgekommen.
XRP-ETF schneidet deutlich besser ab
Auch wenn Analysten von einem vorsichtigen Start sprechen, fügt sich das niedrige Handelsvolumen nach Ansicht mancher Experten in ein bekanntes Muster. Anlageprodukte rund um Memecoins wie Dogecoin ziehen häufig erst mit der Zeit größere Zuflüsse an. Dennoch bleibt die Frage, ob diese abwartende Haltung anhält – zumal andere Krypto-ETFs derzeit sehr starke Ergebnisse liefern.
Am selben Tag flossen nämlich rund 164 Millionen Dollar in XRP-ETFs. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt der Fonds von Franklin Templeton mit Zuflüssen von 62,59 Millionen Dollar.
Grayscale richtet den Blick derweil nach vorn und arbeitet an einem ETF rund um Chainlink (LINK). Nach Angaben des Unternehmens soll dieses Produkt die wachsende Nachfrage im Markt für tokenisierte Real World Assets bedienen – also für reale Vermögenswerte, die mithilfe von Blockchain-Technologie digital abgebildet werden.
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