Grayscale behauptet, dass die jüngsten Inflationsdaten kurzfristig bearish für Bitcoin sein können, aber langfristig sehen sie es als eine positive Entwicklung.
Laut den Analysten von Grayscale werden Wertespeicher wie Bitcoin zunehmend Kapital anziehen, wenn die US-Regierung ihre Schulden wachsen lässt.
Besonders in einem Szenario, in dem die Zinsen durch die Inflation hoch bleiben.
Warum ist das bullish für Bitcoin?
Zach Pandl, der Leiter der Forschungsabteilung von Grayscale, behauptet, dass die hohe Inflation bedeutet, dass die US-Zentralbank (Federal Reserve) nicht einfach die Zinsen senken kann.
Das bedeutet, dass die US-Regierung immer mehr ihrer Schulden zu den aktuellen hohen Zinsen umschulden muss. Dadurch steigen die jährlichen Zinskosten, was die Haushaltsdefizite erhöht, die Schulden weiter wachsen lässt und die Zinskosten wiederum steigen lässt.
„Die Fed kann die Zinsen nicht senken, solange die Kerninflation so hoch bleibt, aber das starke nominelle Wachstum der Wirtschaft, die bevorstehende Halbierung und Adoptionstrends wie Tokenisierung schaffen ein positives Klima für die Kryptomärkte“, so Pandl.
Die Inflation stieg im März um 0,4% von Monat zu Monat und um 3,5% auf Jahresbasis. Damit fiel sie erneut höher aus als die Schätzungen von 0,3% und 3,4%.
Bearish kurzfristig?
Die reale Rendite auf 10-jährige US-Staatsanleihen stieg von Februar bis März um 19% auf 1,934%. Laut Grayscale könnte dies dazu führen, dass Investoren von risikoreichen Vermögenswerten wie Bitcoin auf stabilere Investitionen wie US-Staatsanleihen umsteigen.
Eine positive reale Rendite bedeutet nämlich, dass Investoren die Inflation einfach durch den Kauf von Staatsanleihen schlagen können. Die Rendite auf 10-jährige Staatsanleihen liegt jetzt 1,934% höher als die Inflation.
Von Dezember 2017 bis Januar 2018 stieg die reale Rendite um 52,35% von 0,573% auf 0,873% und damals begann der Bitcoin-Kurs einen langen Bärenmarkt.
Interessanterweise scheint Bitcoin im Moment nicht so sehr unter dieser hohen Inflationsrate zu leiden, was möglicherweise mit der schwachen finanziellen Gesundheit der US-Regierung zusammenhängt.
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