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Der Goldpreis ist erneut in Richtung der 5.000-Dollar-Marke pro Unze gestiegen. Damit setzt das Edelmetall die Erholung fort, die Anfang Februar nach einer außergewöhnlich volatilen Phase am Markt begann. Anleger kehren langsam zurück, obwohl die Unsicherheit über Zentralbanken, Geopolitik und den US-Dollar anhält.
Nach einer starken Rally Ende Januar erlitt Gold einen herben Rückschlag. Der Preis fiel in kurzer Zeit drastisch von einem Rekordniveau, wodurch ein Großteil des vorherigen Anstiegs innerhalb weniger Tage ausgelöscht wurde. Anfang Februar fand der Goldpreis dann einen Boden und die Erholung begann.
Diese Erholung setzte sich am Montag im asiatischen Handel fort. Der Goldpreis stieg weiter und bewegte sich erneut um die psychologisch wichtige Grenze von 5.000 Dollar pro Unze.
Seit dem Tiefpunkt wurde mittlerweile etwa die Hälfte des vorherigen Verlusts wettgemacht, obwohl der Kursverlauf weiterhin volatil bleibt.

Marktanalyst Ahmad Assiri von Pepperstone betont, dass das Niveau um 5.000 Dollar entscheidend ist. Sollte Gold darüber stabil bleiben, könnte das der Beginn einer nachhaltigeren Erholung sein, anstatt nur eines kurzen Aufschwungs.
Unterstützung kommt unter anderem aus China. Am Wochenende wurde bekannt, dass die chinesische Zentralbank den fünfzehnten Monat in Folge Gold zu ihren Reserven hinzugefügt hat. Damit bleibt die offizielle Nachfrage stark, ein Faktor, der schon zuvor zur anhaltenden Erhöhung des Goldpreises beitrug.
Laut chinesischen Staatsmedien wählt die People’s Bank of China bewusst relativ kleine Käufe, um ihre Reserven zu erweitern, ohne zusätzlichen Preisdruck auf dem Markt zu verursachen.
Der starke Anstieg des Goldpreises wurde durch geopolitische Spannungen, Sorgen über Geldentwertung und wachsende Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank angeheizt. Spekulativer Handel verstärkte das Momentum weiter, bis der Markt Ende Januar abrupt kippte und Gold sowie Silber stark einbrachen.
Der US-Finanzminister Scott Bessent führte den plötzlichen Einbruch teilweise auf „unruhige“ Handelsaktivitäten in China zurück. Dennoch bleiben große Finanzinstitute optimistisch hinsichtlich der Aussichten für Gold. Unter anderem verweisen die Deutsche Bank und Goldman Sachs auf die strukturelle Unterstützung durch anhaltende Käufe von Zentralbanken und eine breitere Kapitalflucht aus US-Vermögenswerten.
Silber zeigt sich erneut von seiner unbeständigen Seite. Seit dem Rekordhoch Anfang dieses Jahres hat das Edelmetall mehr als ein Drittel seines Wertes verloren, nur um sich anschließend in kurzer Zeit wieder stark zu erholen. Dieser Kontrast zu Gold, das als stabilerer sicherer Hafen gilt, bleibt bemerkenswert.
Anleger blicken nun auf neue Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten. Die kommenden Arbeitsmarktzahlen und Inflationsdaten könnten eine wichtige Rolle in der Zinspolitik der Federal Reserve spielen – und damit indirekt auch die Richtung von Gold, Silber und anderen alternativen Anlagen wie Bitcoin beeinflussen.
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