Goldman Sachs prognostiziert, dass die US-Notenbank Federal Reserve in diesem Jahr die Zinsen dreimal um 25 Basispunkte senken wird. Im Jahr 2026 kämen zwei weitere Senkungen hinzu. Damit würde der Leitzins auf ein Niveau zwischen 3 Prozent und 3,25 Prozent sinken, gegenüber dem aktuellen Niveau von 4,25 Prozent bis 4,50 Prozent. 

Inflation und Wirtschaftsdaten

Die Erwartung von Goldman Sachs, wie von Reuters berichtet, folgt auf Inflationsdaten, aus denen hervorging, dass die Verbraucherpreise im Juli um 0,2 Prozent stiegen, nach einem Anstieg um 0,3 Prozent im Juni. Diese Entwicklung stand vollständig im Einklang mit den Prognosen der Ökonomen.

Der moderate Anstieg des Verbraucherpreisindex war vor allem auf einen Rückgang der Benzinpreise um 2,2 Prozent zurückzuführen. Die Lebensmittelpreise blieben unverändert, nach zwei aufeinanderfolgenden Monaten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent.

Laut Daten der CME sehen die Märkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 82,9 Prozent, dass die Federal Reserve im September eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornimmt. Händler rechnen inzwischen mit rund 65 Basispunkten an Senkungen in diesem Jahr, gegenüber etwa 60 Basispunkten vor einer Woche.

Reaktion aus der Politik

Die Wahrscheinlichkeit einer größeren Senkung nahm nach Äußerungen des US-Finanzministers Scott Bessent zu. In Interviews mit Fox News und Bloomberg TV sprach er sich für eine Senkung um einen halben Prozentpunkt aus und verwies auf schwache Arbeitsmarktdaten. Bessent erklärte: 

„Die Zinsen sind zu restriktiv … Wir sollten wahrscheinlich 150 bis 175 Basispunkte niedriger liegen.“ 

Damit betonte er, dass das aktuelle Zinsniveau seiner Ansicht nach die Wirtschaft zu stark belastet. Seine Äußerungen stehen im Einklang mit der Linie von Präsident Donald Trump, der die Zentralbank regelmäßig offen kritisiert und sich aktiv in die Debatte über die Geldpolitik einmischt.

Niedrigere Zinsen wären vorteilhaft für risikoreiche Anlagen wie Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen. Das bedeutet nämlich, dass die Kreditaufnahme günstiger wird und mehr Geld in die Finanzmärkte fließen würde. In dreißig Tagen kommt die Federal Reserve wieder zusammen, um die Geldpolitik bekanntzugeben.

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