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Die digitale Zahlungsplattform GANA Payment, aufgebaut auf der BNB Smart Chain (BSC), ist Berichten zufolge von einem schweren Hack betroffen, bei dem rund 3,1 Millionen Dollar erbeutet wurden. Kurz nach dem Angriff stürzte der Kurs des GANA-Token von 2,98 Dollar auf 0,31 Dollar ab – ein Wertverlust von 90 Prozent in kürzester Zeit.
Laut einer Analyse des Blockchain-Forschers ZachXBT wurde unmittelbar nach dem Angriff ein komplexes Transaktionsnetzwerk aufgesetzt, um die gestohlenen Gelder zu verschleiern. Der Angreifer zahlte 1.140 BNB im Wert von über 1 Million Dollar über Tornado Cash in die BSC-Chain ein. Anschließend wurden Mittel auf Ethereum verschoben, wo weitere 346,8 ETH – ebenfalls gut 1 Million Dollar – über Tornado Cash versteckt wurden.
Aus den Transaktionsdaten geht hervor, dass der Hacker die Gelder durch mehrere Wallets schleuste, um die Nachverfolgung zu erschweren. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung befanden sich noch rund 346 ETH in der Wallet des Angreifers.
Der Angriff auf GANA reiht sich in einen breiteren Trend auf der BNB Smart Chain ein. Im Jahr 2025 geraten vor allem kleinere DeFi- und GameFi-Projekte ins Visier von Hackern, während das BSC-Netzwerk selbst bislang von größeren Sicherheitsvorfällen verschont blieb.
Bereits Anfang des Jahres verlor ein anderes Protokoll 32 Millionen Dollar durch die Manipulation eines Preisfeeds, eines sogenannten Oracles. Analysten betonen, dass das Risiko von Hacks auf BSC höher ist, weil vergleichsweise wenige Smart Contracts geprüft werden: 2025 sind lediglich 41 Prozent der Verträge auditiert, gegenüber 74 Prozent auf Ethereum.
Die BNB-Chain ergreift Maßnahmen, um die Anzahl der Angriffe zu senken. So wurde das BEP-340-Protokoll eingeführt, das die On-Chain-Protokollierung verbessert und das Aufspüren verdächtiger Transaktionen beschleunigt. Außerdem organisierte das Netzwerk Bug-Bounty-Programme, bei denen insgesamt 1,2 Millionen Dollar an Sicherheitsforscher ausgezahlt wurden, die Schwachstellen aufgedeckt haben.
Der Hack auf GANA Payment macht einmal mehr deutlich, wie verwundbar kleinere Kryptoplattformen sein können – selbst wenn die zugrunde liegende Blockchain stabil bleibt. Die jüngsten Maßnahmen der BNB-Chain sollen die Sicherheit erhöhen, doch für DeFi-Projekte bleibt es entscheidend, strengere Audits und Sicherheitsprüfungen durchzuführen.
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