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Analysten von BCA Research gehen davon aus, dass die Finanzmärkte in diesem Jahr erneut mit sogenannten Black-Swan-Events konfrontiert werden könnten — Ereignisse, die unwahrscheinlich erscheinen, aber enorme Auswirkungen haben können. In einer aktuellen Analyse identifizierte das Forschungsinstitut fünf Szenarien, die die Märkte im Jahr 2026 erheblich stören könnten.
Das größte Risiko sieht BCA in einer möglichen Störung der Ölversorgung aus Iran. Sollte das Regime dort instabil werden, könnte ein erheblicher Teil des globalen Ölangebots gefährdet sein. Die Forscher schätzen die Wahrscheinlichkeit eines großen Ölschocks auf 38 Prozent. Ein solcher Schock würde die Ölpreise stark ansteigen lassen, die Inflation anheizen und die Weltwirtschaft in Richtung Rezession treiben.
Ein erneutes DeepSeek-Ereignis gilt als zweites Risiko. Sollte China die USA mit einem technologischen Durchbruch, etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), überraschen, könnte dies zu einer scharfen Korrektur an den Aktienmärkten führen. BCA sieht sogar eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die aktuelle Tech-Blase in diesem Jahr platzt.
BCA hält eine Eskalation zwischen China und Taiwan für realistisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Spannungen zunehmen, wird auf 39 Prozent geschätzt, während das Risiko eines Stellvertreterkriegs bei etwa 25 Prozent liegt. Ein umfassender militärischer Konflikt bleibt weniger wahrscheinlich, hätte aber immense Folgen für Handel, Chips und Finanzmärkte.
Eine noch extremere Möglichkeit ist eine direkte Konfrontation zwischen Russland und der NATO. BCA schätzt die Wahrscheinlichkeit dafür auf 10 Prozent. Russische Sabotageakte in Europa und eine weitere Eskalation rund um die Ukraine erhöhen laut dem Bericht das Risiko von Fehlkalkulationen.
Schließlich warnt BCA vor einem Szenario, bei dem die USA ihre Unterstützung für NATO-Verbündete einschränken. Sollte Russland ein NATO-Mitglied angreifen, ohne dass die USA darauf reagieren, würde das Bündnis faktisch seine Bedeutung verlieren. Auch Spannungen um Grönland und die Politik von Donald Trump spielen hierbei eine Rolle. Die Wahrscheinlichkeit, dass die USA die NATO in irgendeiner Weise schwächen, schätzt BCA auf 30 Prozent.
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