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Der Bitcoin-Kurs bewegt sich diese Woche unter 88.000 Dollar, während sich Händler auf einen der größten Optionsverfälle des Jahres vorbereiten. Am Freitag laufen Bitcoin-Optionen im Wert von rund 14 Milliarden Dollar aus – ein Ereignis, das in der Regel für erhöhte Volatilität und eine klarere Trendrichtung sorgt.
Der Großteil der offenen Call-Optionen – Kaufkontrakte, die von einem Anstieg profitieren – liegt oberhalb von 91.000 Dollar. Durch den jüngsten Kursrückgang von 23 Prozent binnen dreißig Tagen drohen 84 Prozent dieser Positionen wertlos zu verfallen. Das erhöht den Druck auf optimistische Anleger.

Put-Optionen, mit denen Anleger auf fallende Kurse setzen, sind deutlich besser positioniert. Vor allem Kontrakte unterhalb von 84.500 Dollar haben gute Chancen, im Geld zu enden, was beim Verfall am Freitag für ein neutrales bis leicht negatives Szenario spricht.

Zahlen des Gehaltsabrechners ADP zeigen, dass US-Unternehmen in den vergangenen Wochen im Schnitt 13.500 Stellen pro Woche abgebaut haben. Auch das Verbrauchervertrauen ging im November weiter zurück, von 95,5 auf 88,7. Das schürt Sorgen um die Verfassung der größten Volkswirtschaft der Welt.
Gleichzeitig hoffen Anleger, dass die schwachen Makrodaten die Federal Reserve dazu bewegen, die Geldpolitik zu lockern. Gold legte am Montag um 1,2 Prozent zu, während kleinere US-Unternehmen, gemessen am Russell-2000-Index, fast 2 Prozent gewannen.
Präsident Donald Trump unterzeichnete am Montag die „Genesis Mission“: eine Executive Order, die die Entwicklung künstlicher Intelligenz beschleunigen und potenzielle Risiken rund um Energieversorgung und Finanzierung eindämmen soll.
Daraufhin erhöhten Bitcoin-Händler ihre Call-Optionspositionen bis zum Jahresende. Besonders Kontrakte in der Spanne von 100.000 bis 112.000 Dollar wurden gefragter – ein Hinweis auf anhaltenden mittelfristigen Optimismus.
Je nach Kursniveau am Freitag sind für den Optionsverfall mehrere Szenarien denkbar:
Trotz der jüngsten Schwächephase halten Analysten fest, dass es zu früh ist, um bullishe Strategien abzuschreiben. Der Markt bleibt stark von der Makrolage und Signalen möglicher Stimulusmaßnahmen abhängig. Und diese scheinen sich derzeit eher zugunsten von Bitcoin zu entwickeln.
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