Europäische Steuerbehörden intensivieren die Kontrolle über Kryptobesitz. In Frankreich sorgt jedoch ein aktueller Fall für Aufsehen, da ein Steuerinspektor möglicherweise vertrauliche Daten von Kryptobesitzern missbraucht hat. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit von Steuerdatenbanken auf und verdeutlicht die Risiken, die entstehen, wenn sensible Informationen über Investoren durchsickern.

Ex-Steuerinspektorin wegen Beteiligung an Straftaten verurteilt

Der Fall dreht sich um die ehemalige französische Steuerinspektorin Ghalia C. Die 32-Jährige wurde am 30. Juni 2025 wegen Beihilfe zur organisierten Kriminalität verurteilt und sitzt weiterhin in Haft. Sie hat gegen ihr Urteil Berufung eingelegt.

Ursprünglich konzentrierten sich die Ermittlungen auf ihre Beteiligung an Gewalt gegen einen Gefängniswärter. Dabei wurden jedoch weitere Aktivitäten aufgedeckt. Französische Medien berichten, dass sie in ihrer Funktion Suchanfragen zu öffentlichen Personen und bekannten Kryptobesitzern gestellt habe, möglicherweise mit Zugriff auf vertrauliche Informationen.

Möglicher Missbrauch von Steuerdatenbanken

Zusätzliche Berichte legen nahe, dass die ehemalige Inspektorin Zugriff auf interne Datenbanken der französischen Steuerbehörde hatte. Diese Systeme enthalten unter anderem Angaben zu Einkommen, Vermögen und gemeldeten Kryptobesitzen. Es wird geprüft, ob diese Informationen genutzt wurden, um Profile potenzieller Zielpersonen zu erstellen.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass konkrete Angriffe auf Kryptobesitzer basierend auf diesen Daten geplant waren. Dennoch zeigt der Fall, wie verletzlich zentralisierte Datenbanken sind, wenn sensible Informationen in falsche Hände geraten.

Wachsende Sorgen um die Sicherheit von Kryptobesitzern

Frankreich gilt seit langem als eines der europäischen Länder, in denen relativ viele physische Angriffe auf Kryptobesitzer stattfinden. In vergangenen Fällen nutzten Kriminelle persönliche Daten, um Opfer zu identifizieren und zu kontaktieren.

Experten warnen, dass Informationen über Krypto-Vermögen, insbesondere wenn sie mit Wohnadressen oder Identitäten verknüpft sind, ein attraktives Ziel für organisierte Kriminalität darstellen. Nicht nur bekannte Persönlichkeiten, sondern auch private Anleger könnten dadurch gefährdet sein.

Mehr Kryptobesitz führt zu strengeren Vorschriften

Die Zahl der Menschen, die Krypto besitzen, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Zwischen 2022 und 2024 hat sich die Exposition europäischer Bürger gegenüber Kryptowährungen verdoppelt. Die Regierungen reagieren darauf mit strengeren Berichtspflichten.

In Frankreich wird an einer Regelung gearbeitet, die verlangt, dass Kryptobesitz über 5.000 Euro bei der Steuerbehörde angegeben wird. Durch den starken Anstieg unter anderem von Bitcoin sind auch Investoren mit relativ kleinen Anfangsinvestitionen inzwischen über diese Grenze hinausgekommen.

Zentrale Erfassung erhöht Risiko von Datenlecks

Durch die Meldepflicht entsteht praktisch eine umfangreiche Datenbank, in der Kryptobesitz mit persönlichen und steuerlichen Informationen verknüpft wird. Das erhöht das Risiko von Datenlecks oder Missbrauch von Informationen, sowohl durch interne Mitarbeiter als auch durch externe Parteien.

Die Sorgen wachsen nach früheren Vorfällen, wie dem Datenleck bei Global-e, dem Zahlungsdienstleister des Hardware-Wallet-Herstellers Ledger. Solche Lecks verdeutlichen, wie wertvoll Informationen über Kryptobesitzer für Kriminelle sind.

Neue Steuerpläne erhöhen Druck auf Investoren

Neben strengeren Berichtspflichten erwägt Frankreich auch eine jährliche Steuer von 1 Prozent auf Kryptobesitz über 2 Millionen Euro. Diese Steuer könnte auch für Guthaben in selbstverwalteten oder ausländischen Wallets gelten.

Darüber hinaus wird über die Besteuerung nicht realisierter Kapitalgewinne diskutiert. Kritiker warnen, dass dies langfristige Investoren zwingen könnte, ihre Krypto zu verkaufen, um Steuerverpflichtungen nachzukommen, was wiederum Sicherheitsrisiken mit sich bringt.

Suche nach Balance zwischen Kontrolle und Privatsphäre

Der französische Fall unterstreicht die breitere europäische Herausforderung in der Kryptoregulierung. Regierungen streben mehr Kontrolle über Kryptobesitz und Steuererhebung an, müssen aber gleichzeitig verhindern, dass Bürger neuen Formen krimineller Aktivitäten ausgesetzt werden.

Wie diese Balance zwischen Aufsicht, Privatsphäre und Sicherheit aussehen soll, ist bislang unklar. Fest steht jedoch, dass der Schutz sensibler Daten eine immer wichtigere Rolle in der europäischen Kryptopolitik spielen wird.

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