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In der französischen Stadt Valence hat die Eliteeinheit GIGN einen jungen Schweizer befreit, der mehrere Tage von Entführern festgehalten wurde. Die Täter forderten Lösegeld in Kryptowährung. Bei der großangelegten Operation wurden sieben Verdächtige festgenommen.
Die Polizei erhielt am 30. August einen Hinweis auf eine mögliche Entführung, bei der Lösegeld in Krypto gefordert wurde. Das Opfer, ein Schweizer in seinen Zwanzigern, war kurz zuvor auf der Straße in Valence entführt und in einem Haus in der Nähe des Bahnhofs eingesperrt worden, berichtet die französische Zeitung Le Dauphiné.
Einen Tag später, am 31. August, schlug die Groupement d’Intervention de la Gendarmerie Nationale (GIGN) zu. Bei dem Einsatz fanden die Beamten den Mann lebend, aber gefesselt vor. Laut der Staatsanwaltschaft von Lyon nahmen fast 150 Polizeibeamte an der Aktion teil. Drei Verdächtige wurden sofort festgenommen, vier weitere später.
Die sieben Festgenommenen werden der Entführung, Freiheitsberaubung, Erpressung im Gruppenverband und der Beteiligung an einer kriminellen Organisation verdächtigt. Der Fall wurde mittlerweile an das spezialisierte Gericht (JIRS) in Lyon übergeben.
Die Geiselnahme steht nicht isoliert da. In Frankreich sind in den letzten Monaten mehrere prominente Figuren aus der Kryptowelt Opfer von Entführungen oder Erpressungen geworden. So wurde im Januar David Balland, Mitbegründer des Hardware-Wallet-Herstellers Ledger, kurzzeitig entführt. Im Mai folgte ein Versuch, die Tochter des CEO von Krypto-Börse Paymium zu entführen.
Die französische Regierung hat daraufhin zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Krypto-Unternehmer erhalten Priorität auf Notrufleitungen der Polizei, Beratung über persönliche Sicherheit und Hausbesuche durch spezialisierte Einheiten. Außerdem absolvieren Polizeieinheiten Schulungen über Kriminalität mit digitalen Währungen, einschließlich Geldwäsche und Erpressung.
Mit der Befreiung in Valence zeigt die GIGN, dass Entführungen rund um Kryptowährungen mit maximalem Einsatz bekämpft werden. Dennoch unterstreicht der Vorfall die anhaltenden Risiken für Unternehmer und Investoren in der Branche.
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