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Die Federal Reserve hat am 1. Dezember offiziell ihr Programm der quantitativen Verknappung (Quantitative Tightening, QT) beendet. Dieser Kurswechsel könnte nach Ansicht von Analysten den Weg für eine längere Aufwärtsphase bei Altcoins ebnen – ähnlich wie in früheren Phasen, in denen die Fed ihre Bilanz ausgeweitet hat.
Auch wenn die Auswirkungen an den Märkten möglicherweise zeitverzögert sichtbar werden, sprechen historische Daten für einen engen Zusammenhang. Es gibt eine deutliche Korrelation zwischen der Politik der Fed und der Entwicklung von Altcoins im Vergleich zu Bitcoin (BTC).
Recherchen des Analysten Matthew Hyland zeigen, dass Altcoins historisch vor allem dann stark performen, wenn die Fed ihre Bilanz nicht verkleinert. In den Phasen 2014–2017 und 2019–2022 nahm die Dominanz der Altcoins gegenüber BTC über längere Zeiträume deutlich zu. Diese Rallys hielten jeweils 42 beziehungsweise 29 Monate an.
Nach Hyland lässt sich dieses Muster anhand der sogenannten OTHERS.D/BTC.D-Ratio nachvollziehen. Diese Kennzahl zeigt, wie sich die Marktdominanz der Altcoins im Verhältnis zu Bitcoin entwickelt. „Altcoins schneiden historisch besser ab als BTC, wenn QT nicht aktiv ist“, so Hyland.
Ein weiterer wichtiger technischer Referenzwert ist die ALT/BTC-Ratio. In früheren Marktzyklen bildete diese Kennzahl häufig ein Tief im Bereich von 0,25, als QT endete. Diese Zone fungiert als wichtige Unterstützung und gilt als möglicher Startpunkt einer Altseason.
Aktuell liegt die Ratio bei 0,36. Es gibt also keinerlei Garantie, dass Altcoins Bitcoin von jetzt an dauerhaft outperformen. Ein Rückgang in Richtung 0,25 könnte nach Ansicht von Analysten auf die letzte Phase der Kapitulation hindeuten. Darauf könnte dann eine längere Altcoin-Rally folgen.

Die BTC-Dominanz ist bereits im Sommer leicht von 65 Prozent auf 59 Prozent gesunken. Das könnte ein frühes Signal für eine Rotation hin zu Altcoins sein.
Wie erwähnt markiert jedoch das Ende von QT durch die Fed nicht automatisch den Beginn einer Altcoin-Rally. Analyst Benjamin Cowen verweist auf mögliche Verzögerungen bei den Effekten der neuen Politik. Ähnlich wie 2019 könne es Wochen bis Monate dauern, bis die Bilanz tatsächlich wächst:
„2019 kündigte die Fed an, dass das QT-Programm am 1. August enden würde. Dennoch schrumpfte die Bilanz der Fed im August weiter, obwohl QT offiziell bereits beendet war, weil die letzte Tranche auslaufender Staatsanleihen erst Mitte August abgewickelt wurde.“
Cowen hält es daher für wahrscheinlich, dass wir auch diesmal einige Monate auf spürbare Effekte des Endes von QT warten müssen. Als möglichen Zeitraum für eine tatsächliche Bilanzausweitung der Fed nennt er das erste Quartal.
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