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Die Europäische Kommission untersucht, ob Meta (Muttergesellschaft von WhatsApp) seine Marktmacht missbraucht, indem es Konkurrenten seines KI-Assistenten ausschließt. Durch die ausschließliche Zulassung von Meta AI innerhalb von WhatsApp droht das Unternehmen laut Brüssel, den Markt zu verzerren. Vorübergehende Sanktionen stehen im Raum.
Seit dem 15. Januar 2026 ist auf WhatsApp nur noch Metas eigener KI-Assistent verfügbar: Meta AI. Andere Anbieter von allgemeinen KI-Assistenten wurden durch eine Änderung der Bedingungen der WhatsApp Business API ausgeschlossen.
Laut der Europäischen Kommission missbraucht Meta damit seine dominierende Stellung. WhatsApp hat Schätzungen zufolge weltweit über 3,3 Milliarden monatliche Nutzer, wie Zahlen von Resourcera zeigen. Damit ist die Plattform ein essentieller Zugang zu Verbrauchern und somit auch zur schnell wachsenden Markt für KI-Assistenten.
Durch den Ausschluss von Konkurrenten würde sich Meta einen unfairen Vorteil verschaffen. Brüssel erklärt in einer offiziellen Mitteilung, dass diese Strategie kleineren KI-Unternehmen möglicherweise irreparablen Schaden zufüge. Um das zu verhindern, erwägt die Kommission, vorübergehende Einschränkungen zu verhängen: sogenannte Interim Measures.
Die Europäische Kommission hat ihre vorläufige Einschätzung in einem sogenannten Statement of Objections festgehalten. Darin stellt sie fest, dass Metas Vorgehen gegen die europäischen Wettbewerbsregeln verstößt. Artikel 102 des EU-Vertrags verbietet den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung zum Nachteil der Konkurrenz.
EU-Kommissarin Teresa Ribera warnt: „KI-Assistenten bringen enorme Innovationen, aber dafür ist freier Wettbewerb unerlässlich. Wir dürfen nicht zulassen, dass dominante Tech-Unternehmen ihre Position missbrauchen, um andere auszuschließen. Da sich der KI-Markt rasant entwickelt, müssen wir schnell eingreifen.“
Meta weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen argumentiert, dass WhatsApp kein unverzichtbarer Zugang sei und Nutzer auch auf andere Weise KI-Assistenten nutzen können, zum Beispiel über Apps, Betriebssysteme oder Websites.
Nicht nur Europa setzt Meta unter Druck. In Brasilien hat ein Gericht das KI-Politik des Unternehmens rückgängig gemacht. Dem Urteil zufolge behindert das Verbot externer KI-Chatbots innerhalb von WhatsApp den Wettbewerb und die Innovation.
Meta muss die Politik dort nun überarbeiten. Entwickler unabhängiger KI-Tools sollen erneut Zugang zur Plattform erhalten, sofern sie die Datenschutzbestimmungen einhalten. WhatsApp ist in Brasilien eines der wichtigsten Kommunikationsmittel für Bürger und Unternehmen. Die Entscheidung unterstreicht, wie besorgt Regierungen weltweit über die wachsende Marktmacht von Big Tech im KI-Sektor sind.
Das Unternehmen plant verstärkte Investitionen in KI-Technologie und Dienstleistungen für große Finanzinstitute.
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