Der Ethereum (ETH) Kurs hat erneut die Marke von 2.200 US-Dollar zurückerobert, was natürlich für Optimismus unter den Anlegern sorgt. Dennoch gibt es auch große Vorsicht. Mehrere Analysten betonen, dass dies noch nicht der Moment sei, um einen neuen Bullenmarkt auszurufen.
Zwar ist die Erholung stark, doch das größere technische Bild ist ihrer Meinung nach noch nicht überzeugend genug.
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Wichtige Widerstandszonen erneut im Fokus
Nach einem Sprung von fast 10 Prozent versucht der Ethereum Kurs, im Bereich zwischen 2.150 und 2.200 US-Dollar wieder Fuß zu fassen. Seit dem Einbruch Anfang Februar fungiert dieser Bereich als starke Widerstandszone.
Das macht diese Bewegung zwar wichtig, aber auch tückisch. Ethereum hat diese Zone in den vergangenen Monaten häufiger getestet, ohne sie nachhaltig zu überwinden. Analysten sagen deshalb: Schönes Comeback, aber beweisen Sie erst einmal, dass es diesmal anders ist.
Warum manche Analysten noch nicht bullisch sind
Die größte Warnung ist, dass Ethereum ihrer Meinung nach immer noch in einem breiteren Abwärtstrend steckt. Solange dieser Trend nicht überzeugend durchbrochen wird, bleibt jede Erholung für sie vor allem ein erneuter Test innerhalb eines schwachen Marktmusters.
Die Argumentation ist einfach:
- Ethereum bewegt sich noch unter seines übergeordneten Abwärtstrends;
- der Kurs bildet weiterhin niedrigere Hochs;
- dadurch bleibt das Risiko bestehen, dass es sich nur um eine vorübergehende Erholung handelt;
- erst oberhalb wichtiger Widerstandsniveaus ändert sich das Gesamtbild nachhaltig.
Einige Analysten glauben sogar, dass im Q2 oder Q3 von 2026 noch neue Tiefststände folgen könnten.
Ab wann wird es wirklich interessant?
Der Analyse zufolge gibt es zwei besonders wichtige Niveaus.
Das erste Niveau liegt bei 2.200 US-Dollar. Wenn Ethereum darüber bleibt, ist eine Bewegung in Richtung 2.400 US-Dollar möglich. Doch selbst das würde nach Ansicht der vorsichtigen Analysten noch nicht automatisch den Beginn eines echten Bullruns bedeuten.
Das zweite und wichtigere Niveau liegt höher: bei rund 2.500 US-Dollar. Das wird als der Punkt angesehen, an dem Ethereum nicht nur ausbricht, sondern auch ein Niveau erreicht, bei dem Anleger historisch häufiger wieder im Gewinn stehen.
Für einige Analysten ist genau das der eigentliche Startschuss für einen neuen makroökonomischen Bullenmarkt.
Zwei Szenarien für Ethereum
Aus der Analyse ergeben sich grob gesagt zwei Szenarien.
Szenario 1: Bullisher Fortsetzung
- die Zone um 1.800 US-Dollar hält als solide Basis
- Ethereum baut von dieser Unterstützung aus weiter auf
- und kann letztendlich in Richtung viel höherer Niveaus vorstoßen
Szenario 2: Neue deutliche Korrektur
- wenn die jüngsten Tiefpunkte fallen, bleibt Ethereum in einer schwachen Struktur gefangen
- dann ist ein weiterer Rückgang von 30 bis 50 Prozent wieder möglich
- und niedrigere Kaufzonen im Bereich um 1.000 US-Dollar könnten wieder relevant werden
Worauf Anleger jetzt achten sollten
Kurzfristig ist die Botschaft klar:
- Oberhalb von 2.200 US-Dollar bleibt die Erholung intakt
- Bei rund 2.400 US-Dollar liegt der nächste ernsthafte Test
- Erst oberhalb von 2.500 US-Dollar wird das Gesamtbild deutlich stärker
Ethereum zeigt also endlich wieder etwas Stärke, doch Analysten sind sich einig, dass das noch nicht ausreicht, um einen nachhaltigen Aufwärtstrend zu bestätigen. Solange die Coin nicht überzeugend über ihre makroökonomische Widerstandszone ausbricht und sich dort stabilisiert, bleibt dies vor allem eine Erholung innerhalb einer größeren Unsicherheitszone.
Der Aufschwung ist also positiv, doch das echte Bullenmarkt-Signal steht noch aus.
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