Ethereum (ETH) ist bei vielen Krypto-Enthusiasten seit Jahren für seine hervorragenden Tokenomics bekannt. Seit dem großen Merge-Upgrade im Jahr 2022 ist die Münze meist deflationär, was bedeutet, dass das Angebot sinkt. Für viele ist dies ein wichtiger Grund, warum der Kurs von Ethereum im Laufe der Zeit steigen wird.
Jedoch ist das umlaufende Angebot von Ethereum unerwartet angestiegen. Der Vermögensgigant Fidelity stellte sogar fest, dass das Netzwerk im letzten Quartal die höchste Inflationsperiode erlebt hat.
Größte Inflationsperiode für Ethereum
Hinter den Kulissen geschieht etwas Einzigartiges. Seit dem Merge-Upgrade im September 2022, bei dem das Netzwerk von Proof-of-Work (PoW) zu Proof-of-Stake (PoS) wechselte, hat sich das Ethereum-Angebot im Laufe der Zeit verringert.
Um dies zu verstehen, müssen wir ein Jahr zurückblicken, als die London Hard Fork implementiert wurde. Teil dieses Upgrades war ein Verbrennungsmechanismus, bei dem ein Teil der bezahlten Transaktionsgebühren aus dem Umlauf genommen wird.
Nach dem Wechsel von PoW zu PoS wurden viel weniger neue Ether in Umlauf gebracht als zuvor. Meistens wurden mehr vernichtet, was Ethereum überwiegend deflationär machte.
Im letzten Monat konnte man bereits in den Ethereum-News lesen, dass Ethereum seit Monaten kontinuierlich zugenommen hat. Die Krypto-Abteilung von Fidelity berichtete nun in einem neuen Bericht, dass das letzte Quartal sogar die höchste Inflationsperiode aller Zeiten für Ethereum war. Insgesamt wurde die Gesamtmenge um etwa 110.000 Ether erhöht, was einer jährlichen Inflation von 0,37% entspricht.
Dencun-Upgrade als Ursache
Der Grund für die Inflation ist das Dencun-Upgrade Anfang dieses Jahres, das die Transaktionskosten auf Skalierungsnetzwerken erheblich gesenkt hat. Dadurch wird deutlich weniger Ether verbrannt.
„Obwohl dramatische Schwankungen im Ether-Angebot auf kurze bis mittlere Sicht unwahrscheinlich sind, deutet die wachsende Vorliebe für günstigere Layer-2-Plattformen und die steigende Nachfrage nach Staking darauf hin, dass inflatorische Quartale häufiger auftreten könnten“, so die Analysten Daniel Gray und Max Wadington.
Fidelity stellt in seinem Bericht fest, dass die „Adoption von Layer-2-Plattformen beeindruckend war“, mit einem Anstieg der Transaktionen um etwa 20%.
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