Der bekannte Krypto-Anwalt Jeremy Hogan hat eine auffällige Diskussion über die Möglichkeit angestoßen, dass die Vereinigten Staaten XRP in eine nationale digitale Reserve aufnehmen könnten.
Laut Hogan, der für seine juristischen Analysen im Fall Ripple gegen SEC bekannt ist, würde die US-Regierung XRP nicht aus einer Krypto-Perspektive betrachten, sondern eher als strategisches Gut für nationale Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität.
XRP als amerikanisches strategisches Reserveinstrument?
In einem Beitrag auf X spekulierte Hogan, dass die US-Regierung XRP in eine nationale digitale Vermögensreserve aufnehmen könnte, ähnlich wie Gold und Öl als strategische Vorräte gehalten werden. Laut Hogan dreht sich die Diskussion in der Krypto-Community oft um Dezentralisierung und Validator-Management, aber das sind keine Themen, um die sich die Regierung zwingend Sorgen machen würde.
Laut Hogan würde die US-Regierung XRP nur in Reserve halten, wenn sie glaubt, dass es strategische Vorteile bietet, zum Beispiel als Absicherung gegen finanzielle oder geopolitische Unsicherheiten. Er schlug sogar vor, dass die Regierung möglicherweise vertrauliche Informationen über zukünftige weltweite Entwicklungen hat, bei denen XRP eine Rolle spielen könnte.
„Vielleicht hat die US-Regierung ein besseres Verständnis geopolitischer Ereignisse, die es notwendig machen, eine XRP-Reserve zu halten“, erklärte Hogan. „Und vielleicht weiß die Regierung, dass, wenn Ripple etwas tun würde, um das XRP-Netzwerk zu gefährden, sie einfach die Kontrolle über Ripple übernehmen könnte.“
Kontrolle über Ripple und amerikanischer Einfluss
Hogan zog einen Vergleich zu früheren Maßnahmen, bei denen die US-Regierung Industrien verstaatlichte oder Vermögenswerte konfiszierten, wie zum Beispiel die Goldkonfiszierung im Jahr 1933. Er wies darauf hin, dass, wenn Ripple eine Bedrohung für amerikanische Interessen darstellen würde, die Regierung die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen könnte, sei es durch rechtliche oder administrative Maßnahmen.
Diese Idee löste eine lebhafte Diskussion innerhalb der XRP-Community aus. Ein Nutzer bemerkte, dass „Made in USA“ eine wichtige Rolle in der strategischen Positionierung von XRP spielen könnte. Hogan antwortete, dass Zentralisierung gerade für die Regierung von Vorteil sein könnte, da es ein leichter zu kontrollierendes Asset wäre.
Der Krypto-Influencer Jungle Inc brachte eine zynischere Perspektive vor und schlug vor, dass die Regierung genauso gut XRP wie Bitcoin in eine nationale Reserve aufnehmen könnte, einfach weil reiche Spender daran interessiert wären. Hogan räumte ein, dass dies eine Möglichkeit war, betonte jedoch, dass seine Hypothese auf strategischen Überlegungen basierte.
Lobbyaktivitäten von Ripple und Kritik aus der Bitcoin-Community
Unterdessen setzt sich Ripple weiterhin aktiv für eine breitere Akzeptanz von digitalen Assets in den Vereinigten Staaten ein. CEO Brad Garlinghouse hat sich zuvor skeptisch zu einer nationalen Bitcoin-Reserve geäußert und stattdessen für eine diversifiziertere Reserve mit mehreren digitalen Assets, einschließlich XRP, plädiert.
Diese Lobbyarbeit hat Kritik aus der Bitcoin-Community hervorgerufen. Pierre Rochard, Vice President für Forschung bei Riot Platforms, beschuldigte Ripple, Millionen von Dollar für Lobbyarbeit auszugeben, um Bitcoin zu untergraben. Laut Rochard versucht Ripple, die US-Strategie für digitale Reserven zu beeinflussen, damit auch XRP und andere Krypto-Assets berücksichtigt werden.
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