Der Kryptomarkt hat eine schwierige Woche hinter sich. Die Kurse von unter anderem Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) sind stark gefallen und Anleger zogen erstmals seit fünf Wochen Gelder aus Kryptofonds ab. Die Sorgen über die Auswirkungen des Nahostkonflikts nehmen deutlich zu.

Inflationsangst vertreibt Anleger

Insgesamt flossen letzte Woche 414 Millionen Dollar aus Kryptofonds ab, wie aus dem wöchentlichen Bericht des Vermögensverwalters CoinShares hervorgeht. Dem Bericht zufolge sorgen sich Anleger über „den immer länger andauernden Iran-Konflikt und die Aussichten auf höhere Inflation“.

Die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden, ist seit Wochen weitgehend durch den Konflikt mit Iran blockiert. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen und die Ölpreise sind stark gestiegen.

Das Internationale Energieagentur warnt vor der größten Energiekrise aller Zeiten, was es der US-Notenbank nahezu unmöglich macht, die Zinsen zu senken. Dabei würde der Arbeitsmarkt eigentlich Zinssenkungen benötigen.

Nach drei aufeinanderfolgenden Zinssenkungen entschied die US-Notenbank in diesem Monat, die Zinsen zum zweiten Mal in Folge unverändert zu lassen. Der Markt geht davon aus, dass die Wirtschaft erst im September wieder stimuliert werden könnte.

Das sorgt für Unruhe bei den Anlegern. Niedrigere Zinsen machen Kredite günstiger, wodurch mehr Geld in die Wirtschaft fließt. Risikoreiche Anlagen wie Krypto profitieren in Zeiten eines Überflusses an Kapital.

Das gesamte verwaltete Vermögen in Kryptofonds sank auf 129 Milliarden Dollar. Das entspricht dem Stand von Anfang Februar und dem von April des Vorjahres, als die ersten Importzölle von US-Präsident Donald Trump den Markt erschütterten, so James Butterfill, Leiter der Forschung bei CoinShares.

Die Probleme sind auch bei den Spot-ETFs aus den USA sichtbar, den börsengehandelten Fonds, die tatsächlich Krypto halten. Die Bitcoin-ETFs durchbrachen letzte Woche eine vierwöchige Serie von Zuflüssen mit einem Nettoabfluss von 296 Millionen Dollar.

Die Ethereum-ETFs schnitten nicht viel besser ab und verzeichneten die zweite Woche in Folge Abflüsse, diesmal in Höhe von 206,6 Millionen Dollar.

Ethereum ist das Sorgenkind der Branche

Ethereum erlitt die schwersten Verluste mit einem Abfluss von 222 Millionen Dollar. Laut CoinShares liegt das wahrscheinlich an Nachrichten rund um den Clarity Act. Dieses US-Gesetz soll festlegen, welche Kryptowährungen als Wertpapiere und welche als Rohstoffe gelten, und die Aufsicht zwischen den beiden US-Finanzaufsichtsbehörden aufteilen.

Letzte Woche leakte der konkrete Gesetzestext und erwies sich als deutlich strenger als erwartet. Im Mittelpunkt steht ein Verbot, Erträge auf Stablecoin-Guthaben anzubieten. Erträge auf Stablecoins funktionieren ähnlich wie Zinsen auf einem Sparkonto: Investoren erhalten eine Vergütung für das Halten digitaler Dollar wie USDC. Das könnte bald der Vergangenheit angehören und Stablecoins würden dann nur noch als Zahlungsmittel fungieren, statt als eine Art digitales Sparkonto.

„Das ist eine klare Verlagerung der Ertragsströme hin zum traditionellen System,“ schrieb Markus Thielen vom Forschungsinstitut 10x Research. Banken, Geldmarktfonds und regulierte Finanzprodukte würden die Renditen aufnehmen, die derzeit noch im Krypto-Bereich erzielt werden.

Ursprünglich dachten einige, dass DeFi-Plattformen davon profitieren würden, da Kapital zu dezentralen Alternativen fließen könnte. Doch laut Thielen entkommen DeFi-Plattformen denselben Regeln nicht. Der gesetzliche Rahmen wird sich wahrscheinlich auch auf die Front-End-Interfaces und Token-Modelle erstrecken, insbesondere dort, wo Verdienststrukturen oder Governance wie Aktienmodelle aussehen.

Dezentrale Börsen und Leihprotokolle könnten mit strengeren Anforderungen konfrontiert werden, wie sie Werte verteilen, so der Bericht. Das könnte zu geringeren Handelsvolumen, weniger Liquidität und weniger Nachfrage nach Tokens führen.

Ethereum ist dafür besonders anfällig, da die meisten Stablecoins und DeFi-Protokolle auf diesem Netzwerk laufen. Die Bilanz steht nun mit 273 Millionen Dollar im Minus, das schlechteste Ergebnis aller beobachteten Kryptowährungen.

Bitcoin verlor 194 Millionen Dollar durch Abflüsse, steht aber über das gesamte Jahr 2025 hinweg noch mit 964 Millionen Dollar im Plus. Bemerkenswert ist, dass gleichzeitig 4 Millionen Dollar in sogenannte Short-Bitcoin-Produkte flossen. Das sind Fonds, die von einem fallenden Kurs profitieren, ein Zeichen dafür, dass sich einige Anleger auf weitere Verluste vorbereiten.

Solana (SOL) verlor 12,3 Millionen Dollar und Ripple (XRP) war eines der wenigen Lichtblicke mit einem Zufluss von 15,8 Millionen Dollar.

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