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Eine geleakte E-Mail aus dem Jahr 2014, bekannt aus den sogenannten Epstein Files, wirft ein neues Licht auf den erbitterten Machtkampf in den Anfangsjahren der Kryptobranche.
In der E-Mail wird Jeffrey Epstein direkt von Unternehmer Austin Hill angesprochen, der im Namen anderer Gründer Druck auf Investoren ausübt, die sowohl in Bitcoin (BTC) als auch in konkurrierende Projekte wie Ripple und Stellar involviert waren.
Auf die E-Mail machte David Schwartz, ehemaliger CTO von Ripple, aufmerksam. Seiner Meinung nach zeigt die Korrespondenz, wie tief die Gegensätze innerhalb des Sektors bereits damals waren.
Die E-Mail wurde am 31. Juli 2014 von Austin Hill versendet. Hill war in dieser Zeit Mitbegründer des Bitcoin-Unternehmens Blockstream und gehörte zu einer einflussreichen Gruppe früher Bitcoin-Unternehmer. Die Mail war an Jeffrey Epstein und Joichi Ito gerichtet, mit Reid Hoffman im cc. Der Betreff war vielsagend: „Stellar isn’t so Stellar“.
In der Nachricht erklärt Hill, dass Ripple und Stellar, beide mit Jed McCaleb verbunden, seiner Meinung nach dem Ökosystem schadeten, das er mit anderen Gründern aufzubauen versuchte. Dabei spricht er Epstein als Investor direkt an.
Hill schreibt, man habe ihn gebeten, Epsteins Investitionsallokation zu reduzieren oder sogar ganz zurückzuziehen. Der Grund sei, dass es problematisch sei, wenn Investoren gleichzeitig in mehrere konkurrierende Projekte involviert sind.

Der Ton der E-Mail ist direkt. Hill schreibt, es schade seinem Unternehmen, wenn Investoren „zwei Pferde im selben Rennen“ unterstützen. Damit macht er deutlich, dass es seiner Ansicht nach keinen Platz für Investoren gab, die sowohl Bitcoin als auch Projekte wie Ripple und Stellar unterstützten.
In einem Beitrag auf X erläutert David Schwartz, was seiner Meinung nach damit gemeint war. Hill betrachtete Ripple und Stellar als schädlich für das Ökosystem. Jeder, der XRP oder XLM unterstützte, wurde daher automatisch als Gegner seiner Vision gesehen. Schwartz betont, dass diese Haltung typisch für jene Zeit war.
Schwartz bezeichnet die E-Mail als „möglicherweise nur die Spitze eines Eisbergs“. Seiner Ansicht nach zeigt die E-Mail eine Mentalität, die die gesamte Branche beeinflusst hat. Statt Zusammenarbeit entstand eine Atmosphäre, in der Projekte und Investoren gegeneinander standen.
Schwartz zufolge sind die Auswirkungen bis heute spürbar. Die frühe Spaltung prägte jahrelang die Verhältnisse innerhalb der Kryptobranche und hemmte seiner Meinung nach die gemeinsame Entwicklung des Sektors.
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