Der Bitcoin-Kurs erlebt eine bemerkenswerte Woche. Während viele andere Vermögenswerte an Wert verlieren, scheint Bitcoin plötzlich wieder an Schwung zu gewinnen. Obwohl der Kurs im Vergleich zum gestrigen Höchststand etwas nachgegeben hat, bleibt das Gesamtergebnis beeindruckend.

Heute Nachmittag stehen jedoch zahlreiche wichtige Wirtschaftsdaten an. Diese Zahlen könnten für die kommenden Wochen entscheidend sein.

Bitcoin im Vergleich zum Markt ab dem 2. März. Quelle: TradingView

Wichtige Wirtschaftsdaten erwartet

Heute liegt der Fokus natürlich auf dem Konflikt im Nahen Osten, aber auch der US-Arbeitsmarkt spielt eine wichtige Rolle. Aus diesem Bereich erhalten wir heute die wichtigsten Zahlen des Monats.

Unter anderem erhalten wir heute die private Beschäftigungsentwicklung in Form der Non-Farm Payrolls (NFP), eine sehr wichtige Kennzahl. Außerdem erhalten wir Daten zur Arbeitslosigkeit und zum Lohnwachstum.

Quelle: TradingEconomics

Alle drei Zahlen sind wichtig, da sie der US-Notenbank zusätzliche Gründe liefern könnten, um schnelle Zinssenkungen durchzuführen. Derzeit scheint es jedoch keinen Anlass dafür zu geben.

Warum nicht? Weil die Wirtschaft kontinuierlich besser abschneidet als erwartet und wir nun zusätzlich eine Inflationsgefahr aufgrund der Lage im Nahen Osten haben.

Eine brisante Lage

Arbeitsmarkt-Experte Guy Berger sieht jedenfalls genügend Grund zur Besorgnis. Zwar sei er kein geopolitischer Experte, doch schrieb er in einem Ausblick auf 2026, dass ein heißer Konflikt möglicherweise zu einem schwachen Arbeitsmarkt und einer Rezession führen könnte.

Nun sehen wir diesen Konflikt vor unseren Augen und die Ölpreise steigen deutlich. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Wirtschaft damit umgehen kann, ohne dass etwas zusammenbricht.

Trotzdem ist er relativ optimistisch, was die Daten von heute Nachmittag betrifft. Auch weil der Krieg darauf noch keinen Einfluss hat, da der Bericht sich auf Februar bezieht.

Laut Guy Berger werden die Daten „okay, aber nicht großartig“ sein. Wir haben nun zwei gute Berichte in Folge mit Dezember und Januar gesehen. Das letzte Mal, dass wir eine solche Serie hatten, war im Januar 2023.

„Ich denke nicht, dass das aktuelle Klima für den Arbeitsmarkt so gut oder glücklich ist wie damals. Ich vermute, dass die Arbeitslosigkeit gleichbleibend oder etwas höher sein wird als im Januar und dass wir ein positives Beschäftigungswachstum haben werden,“ so Berger über die heutigen Zahlen.

In diesem Fall dürfte das Bitcoin nicht allzu sehr beeinflussen.

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