Die Finanzmärkte bereiten sich auf eine turbulente Woche vor, in der geopolitische und makroökonomische Faktoren den Ton angeben. Analyst Kobeissi verweist auf entscheidende Daten und Entwicklungen, darunter die Spannungen rund um Venezuela und neue US-Arbeitsmarktzahlen. Was erwartet die Anleger?

Venezuela-Krise könnte Volatilität auslösen

Die Woche beginnt mit Neuigkeiten zur weiteren Entwicklung der Lage in Venezuela, was die Preise beeinflussen könnte. Präsident Maduro wurde festgenommen und in die USA überstellt, was Unsicherheiten über die künftige Regierungsführung im Land schafft. Diese Unsicherheit könnte zusätzliche Volatilität hervorrufen.

Auffällig ist, dass On-Chain-Daten keinen massiven Abfluss von Bitcoin (BTC) zu Börsen zeigen, was auf Vertrauen unter den Anlegern hindeutet. Trotz der Spannungen bleibt Panik auf den Märkten bisher aus. Bitcoin wird derzeit um die 93.000 Dollar gehandelt und liegt damit 1,66 Prozent über dem gestrigen Wert.

Dennoch könnte sich die Situation in Venezuela rasch ändern. Neue Eskalationen oder unerwartete Reaktionen aus der Region könnten weiterhin Volatilität hervorrufen.

US-Industriezahlen entscheidend für Krypto

Heute Nachmittag (nicht Dienstag, wie in Kobeissis Beitrag angegeben) wird der ISM Manufacturing PMI veröffentlicht, ein wichtiger Indikator für die Gesundheit der US-Industrie. Fällt der Index höher aus als erwartet, deutet dies auf wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit hin. In diesem Fall könnte der Dollar an Stärke gewinnen, was risikoreiche Anlagen wie Bitcoin unter Druck setzt.

Ein enttäuschender PMI hingegen könnte das Vertrauen in das Wirtschaftswachstum erschüttern. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Federal Reserve, was historisch gesehen positiv für BTC ist.

Arbeitsmarktdaten weisen Fed den Weg

Später in der Woche folgen weitere Arbeitsmarktdaten. Die ADP Nonfarm Employment und JOLTS-Statistiken am Mittwoch geben einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Weniger neue Arbeitsplätze und sinkende Stellenangebote verstärken das Bild eines abkühlenden Arbeitsmarktes.

Der Freitag wird der wichtigste Tag der Woche. Dann wird der offizielle Nonfarm-Payrolls-Bericht einschließlich der Arbeitslosenquote veröffentlicht. Eine Umfrage von Reuters zeigt, dass nur 55.000 neue Arbeitsplätze erwartet werden und die Arbeitslosigkeit auf 4,6 Prozent steigt, den höchsten Stand seit vier Jahren.

Vorsitzender Jerome Powell hat wiederholt betont, dass der Arbeitsmarkt ein Schlüsselfaktor für die Zinspolitik ist. Ein schwacher Arbeitsmarktbericht könnte Spekulationen über Zinssenkungen anheizen. In diesem Szenario steigt das Interesse an risikoreichen Anlagen wie Bitcoin.

Doch wenn die Zahlen sehr schlecht ausfallen, geraten wir in eine Gefahrenzone, in der sogar Rezessionsängste auftauchen könnten. Das wäre alles andere als wünschenswert.

Auch das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan wird am Freitag veröffentlicht. Ein Rückgang dieses Sentiments würde die Sorgen über die Wirtschaft bestätigen und den Druck auf die Zentralbank erhöhen.

Der Markt schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Januar derzeit auf nur 17,2 Prozent ein. Aber schwache Zahlen in dieser Woche könnten dieses Bild ändern.

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