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Elon Musk hegte schon länger Pläne, seine Social-Media-Plattform X in eine ‚Super-App‘ zu verwandeln. Jetzt scheint es nicht länger nur eine Idee zu sein, sondern wird Wirklichkeit. Während des Cannes Lions Werbefestivals enthüllte CEO Linda Yaccarino, dass Benutzer bald über X investieren, Zahlungen tätigen und Geld speichern können.
Einer der ersten Schritte ist die Einführung von X Money, einer digitalen Geldbörse, mit der Benutzer Geld untereinander überweisen können. Visa ist dabei der erste offizielle Partner. Es wird erwartet, dass der Dienst später dieses Jahr in den Vereinigten Staaten eingeführt wird, gefolgt von anderen Ländern. Wann genau, ist noch nicht bekannt.
Dank der Integration in die X-App können Benutzer mit ihrer Wallet einfach Trinkgeld an Content-Ersteller geben oder Fanartikel kaufen. Darüber hinaus untersucht das Unternehmen die Einführung einer eigenen Kredit- oder Debitkarte.
In der Zukunft liegt es nahe, dass auch Krypto zu den Anlagemöglichkeiten hinzugefügt wird. Ob darüber hinaus weitere Integrationen kommen, wie das Bezahlen mit Krypto, ist vorerst unklar. Angesichts von Musks Vergangenheit mit Memecoins, insbesondere seiner großen Liebe für Dogecoin (DOGE), ist die Hoffnung groß, dass dies Wirklichkeit wird.
Musk holt sich seine Inspiration aus China. Dort nutzen Menschen WeChat: eine Anwendung, mit der sie kommunizieren, Zahlungen tätigen, einkaufen und sogar investieren. Die App ist riesig: mit etwa 1,3 Milliarden monatlich aktiven Nutzern ist sie bei weitem die beliebteste Plattform in China.
Im Oktober 2022 übernahm Elon Musk die Plattform, die damals noch Twitter hieß. Er zahlte dafür einen Gesamtbetrag von 44 Milliarden Dollar. Seine Hauptmotivation war, die Plattform von Zensur zu befreien, die seiner Meinung nach unter der alten Unternehmensstruktur zu stark angewendet wurde.
Später wurde klar, dass Musk größere Pläne hatte: Er will aus X eine All-in-One-Plattform machen. Es kamen umstrittene Funktionen hinzu, wie das Bezahlen für ein ‚Häkchen‘. Dadurch verlor die Plattform viele Nutzer, und auch der Wert sank erheblich. Laut Schätzungen des Vermögensverwalters Fidelity war der Wert des Unternehmens im Jahr 2024 um etwa 70 Prozent gefallen.
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