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Elon Musk legt seine Pläne für eine eigene politische Partei vorläufig auf Eis. Der Tech-Milliardär scheint seinen Fokus nun darauf zu verlagern, enge Beziehungen zu Vizepräsident JD Vance zu pflegen, der von vielen als Favorit für die republikanische Nominierung bei den Präsidentschaftswahlen 2028 angesehen wird.
Die große Frage ist, ob Musk sich endgültig hinter Vance stellt oder ob er später doch noch seine sogenannte “Amerika-Partei” aus der Schublade holt.
Laut The Wall Street Journal hatte Musk in den vergangenen Wochen intensiven Kontakt mit Vance. Dabei soll er sogar signalisiert haben, Vance finanziell unterstützen zu wollen, sollte dieser 2028 kandidieren.
Musks früherer Plan für eine neue Partei entstand nach einem öffentlichen Konflikt mit Präsident Donald Trump. Auslöser war ein umfangreiches Haushaltspaket, das die US-Staatsschuld um schätzungsweise 3,3 Billionen Dollar erhöhen würde. Musk sah diesen Gesetzentwurf als direkte Untergrabung seiner früheren Arbeit beim Department of Government Efficiency.
Eine eigene Partei zu gründen erwies sich jedoch als riskant. Interne Berechnungen zeigten, dass ein Teil der republikanischen Basis überlaufen könnte, was Vances Chancen schmälern würde. Auch Tesla-Aktionäre reagierten negativ. Nachdem Musk im Juni über X eine Umfrage zur Gründung einer Partei durchgeführt hatte, stürzte die Aktie um mehr als zwanzig Prozent ab.
Für die Republikaner kommt Musks Kehrtwende als Erleichterung. Zuvor drohte er bei den Midterms 2026 noch republikanische Sitze zu gefährden, doch diese Gefahr scheint vorerst gebannt. Analysten sagen, dies verschaffe der Partei zusätzlichen Spielraum im Kampf um den Kongress.
Auf der Prognoseplattform Polymarket wird Vance inzwischen angesehen als der wichtigste Kandidat für die republikanische Nominierung 2028, mit einer Chance von 53 Prozent. Auf demokratischer Seite liegt Gouverneur Gavin Newsom bei achtzehn Prozent.
Trotzdem bleibt Musk unberechenbar. Obwohl er in diesem Jahr viel weniger spendet als 2024, als er noch 250 Millionen Dollar in Trumps Kampagne steckte, rechnen Insider damit, dass er kurz vor den Midterms doch noch mit einer eigenen Partei auftaucht.
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