Morgan Stanley, das Billionen von Dollar verwaltet, plant die Ausweitung seiner Krypto-Aktivitäten und bringt ein Ethereum-Fonds auf den Markt. Die US-Großbank hat bei der Finanzaufsichtsbehörde einen Antrag eingereicht, kurz nachdem auch Bitcoin- und Solana-Fonds registriert wurden.
Analysten sprechen von einem überraschenden, jedoch aussagekräftigen Schritt des Vermögensriesen.
Großbank setzt auf Ethereum
Morgan Stanley hat heute ein S-1-Registrierungsformular bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht für die Einführung des Morgan Stanley Ethereum Trust.
Dabei handelt es sich um einen Spot Ethereum (ETH) Exchange-Traded Fund (ETF), also ein Anlagefonds, der Ethereum hält und dessen Kursentwicklung abbildet. Er bietet Investoren die Möglichkeit, über die Börse an der größten Altcoin teilzuhaben.
Das Einreichen eines S-1-Formulars markiert den offiziellen Start eines neuen Börsenprodukts in den USA. In diesem Dokument wird das Produkt präzise beschrieben, einschließlich seiner Funktionsweise und Verwaltung. Damit beginnt auch die formelle Bewertungsphase.
Gestern reichte das Finanzinstitut bereits ähnliche Anträge für börsengehandelte Fonds im Zusammenhang mit Bitcoin (BTC) und Solana (SOL) ein.
Bitcoin war im Januar 2024 die erste Kryptowährung, für die US-weit Krypto-Fonds angeboten wurden. Im Sommer desselben Jahres folgte Ethereum, und Solana debütierte vor wenigen Monaten. Inzwischen sind an der Wall Street zahlreiche weitere Coins zu finden, darunter Ripple (XRP) und Chainlink (LINK).
Bitwise-CIO Matt Hougan bezeichnete diesen Schritt als „recht bemerkenswert“, da Morgan Stanley bislang nur wenige ETFs unter dem eigenen Namen anbietet.
ETF-Experte Nate Geraci sieht den Schritt als logisch an, angesichts des riesigen Vertriebsnetzes der Bank. Ihm zufolge erkennt die Bank eine erhebliche Kundennachfrage nach Krypto-Fonds, was wahrscheinlich diesen Vorstoß motiviert hat.
Morgan Stanley setzt voll auf Krypto
Bereits im Oktober machte die Bank einen wichtigen Schritt, indem sie über ihre Vermögensverwaltungssparte den Zugang zu Kryptowährungen für Kunden öffnete. Für viele Anleger war das der erste Moment, in dem sie innerhalb ihrer vertrauten Bankumgebung mit digitalen Vermögenswerten arbeiten konnten.
Und im September letzten Jahres bestätigte Morgan Stanley, dass Millionen Kunden der Tochterplattform E*Trade ab der ersten Jahreshälfte direkten Handel mit Bitcoin, Ethereum und Solana betreiben können.
Die Großbank dringt also immer tiefer in die Kryptobranche vor und ist längst nicht mehr allein. Die Nachfrage von Kundenseite ist für Banken einfach zu groß, um die Branche weiterhin zu ignorieren.
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