Aussagen des US-Finanzministers Scott Bessent sorgten am Mittwoch für eine Erholung des Dollars. Er betonte, dass die USA an einer starken Dollar-Politik festhalten, einen Tag nachdem Donald Trump hatte durchblicken lassen, dass ihn der jüngste Rückgang der Währung nicht beunruhigt.

Bessent beruhigt die Märkte nach Trumps Dollar-Kommentar

Auf CNBC unterstrich Minister Bessent am Mittwoch, dass „die USA immer eine starke Dollar-Politik verfolgen“. Seiner Ansicht nach geht es dabei nicht um Eingriffe in den Devisenmarkt, sondern um die Schaffung gesunder wirtschaftlicher Grundlagen. „Wenn unsere politischen Maßnahmen stimmen, fließt das Geld automatisch in unsere Richtung.“

Mit seinem Auftritt versuchte Bessent offensichtlich, den Schaden zu begrenzen, den Trumps Äußerungen einen Tag zuvor angerichtet hatten. Dieser hatte die Märkte verunsichert, indem er sagte, dass ihn der fallende Dollar „nicht stört“. Die Reaktion folgte prompt: Der Dollar fiel sofort um 1,1 Prozent gegenüber anderen Hauptwährungen.

Spekulation über Währungsdeal zwischen USA und Japan nimmt zu

Die Finanzmärkte sind voller Gerüchte über ein mögliches gemeinsames Eingreifen der USA und Japans, um den Dollar gegenüber dem Yen zu schwächen. Die Unruhe wurde durch sogenannte ‚Rate Checks‘ der Federal Reserve Bank of New York verstärkt, die oft als Vorboten direkter Marktinterventionen gelten.

Minister Bessent wies diese Spekulationen jedoch entschieden zurück. Auf die Frage, ob die USA den Verkauf von Dollars in Betracht ziehen, antwortete er: „Absolut nicht.“ Gleichzeitig ließ er jedoch eine Hintertür offen, indem er hinzufügte: „Wir kommentieren das nicht weiter, außer dass wir an einer starken Dollar-Politik festhalten.“

Japan deutet Intervention nach erneuter Yen-Abwertung an

Bessents Äußerungen sorgten auch auf dem asiatischen Devisenmarkt für Bewegung. Der Yen erlitt am Mittwoch den größten Rückgang seit über einem Monat und fiel weiter in Richtung des niedrigsten Niveaus seit 1986. Die japanische Währung steht seit Monaten unter Druck, bedingt durch Bedenken über die Schuldenlast und die expansive Finanzpolitik von Premierministerin Sanae Takaichi.

Japan warnt inzwischen offen vor einem Eingreifen. Finanzminister Satsuki Katayama erklärte am Dienstagabend: „Wir werden weiterhin angemessene Maßnahmen gegen abrupte Kursbewegungen ergreifen, in enger Zusammenarbeit mit den US-Behörden.“

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