In den vergangenen Tagen hat Ethereum (ETH) äußerst gut performt. Und meist ist das auch eine positive Nachricht für den restlichen Altcoin-Markt. So sehen wir, dass Geld von Bitcoin (BTC) in andere Coins fließt. Das macht sich auch bei Dogecoin (DOGE) bemerkbar: Der Memecoin-König kommt ordentlich in Fahrt.
DOGE wiederholt bullisches Muster
Laut dem Analysten Omkar Godbole von CoinDesk hat Dogecoin ein sogenanntes ‚Golden Cross‘ gebildet. Dies ist ein technisches Signal, bei dem der kurzfristige Trend über den langfristigen Trend steigt. Es wird oft als positives Signal angesehen.
DOGE ist dafür bekannt, dass es enorm im Wert steigen kann. Der Analyst verweist auf frühere kräftige Rallyes nach einem Golden Cross. Das letzte Mal, dass der Memecoin dieses Muster bildete, am 6. November vergangenen Jahres, stieg er in nur vier Wochen um ganze 130 Prozent. Anschließend erreichte er einen lokalen Höchststand von 0,46 US-Dollar. Ein Jahr zuvor, am 22. November 2023, folgte ebenfalls ein (milderer) Anstieg von 25 Prozent innerhalb eines Monats.
Eine wichtige Voraussetzung für eine lang anhaltende Rally ist der allgemeine Zustand des Marktes. Wenn es eine ‚Altseason‘ gibt, sehen wir oft die wirklich spektakulären Anstiege. In solchen Phasen performen Altcoins besser als Bitcoin. Das sehen wir auch jetzt bereits, aber es ist noch zu früh, von einer Altseason zu sprechen.
Das eindrucksvollste Beispiel ist vielleicht jenes von Anfang November 2020. Damals leitete das Golden Cross einen vier Monate andauernden Bull Run ein, bei dem Dogecoin um über 1.000 Prozent im Wert stieg und ein neues Allzeithoch von 0,73 US-Dollar erreichte.
Wird Dogecoin explodieren?
Vorerst ist es zu früh zu sagen, ob diese technische Entwicklung erneut der Funke für eine groß angelegte Kursrallye bei Dogecoin sein wird. Wir sehen Anzeichen dafür, dass Bitcoin stagniert, aber es ist noch ungewiss, ob wir wirklich Feuerwerk am Altcoin-Markt bekommen.
Ein neuer Kursrekord für Ethereum könnte womöglich die Türen zu einer Altseason öffnen. Nach einem gigantischen Anstieg von über 9 Prozent am vergangenen Tag ist der Kurs nur noch einen Hauch davon entfernt.
Der Kryptomarkt bleibt stark von externen Faktoren abhängig. Donald Trump hat zuvor bereits erheblichen Kursdruck mit unerwartet hohen Zöllen in seinem Handelskrieg verursacht. Neue Zölle könnten Anleger erneut überraschen und zusätzlichen Abwärtsdruck verursachen.
Zugleich gibt es hoffnungsvolle Signale von der US-Notenbank. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve (Fed) im September die Zinsen senkt. Laut dem Terminmarkt ist die Wahrscheinlichkeit für eine Senkung auf 4 bis 4,25 Prozent inzwischen auf 96,2 Prozent gestiegen. Ein solcher Schritt könnte sich positiv für Krypto auswirken. Wenn das Leihen günstiger wird, kann mehr Geld in risikoreiche Anlagen fließen.
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